Politik & Gesellschaft

Zoll bei Dijon findet 231 Kilogramm Kokain in einem Lastwagen

Auf der Autobahn A31 haben Zöllner 231,3 Kilogramm Kokain im Belüftungssystem eines niederländischen Lastwagens entdeckt. Der Fahrer sitzt in Untersuchungshaft.

Dijon – 07.09.2026: Die Zollbrigade von Dijon hat auf der Autobahn A31 in der Côte-d'Or 231,3 Kilogramm Kokain sichergestellt. Die Drogen waren in einem eigens präparierten Hohlraum im Belüftungssystem eines in den Niederlanden zugelassenen Lastwagens verborgen. Nach Schätzung der französischen Zollverwaltung hätte die Ladung auf dem illegalen Markt einen Wiederverkaufswert von 6,8 Millionen Euro erzielt.

Die Kontrolle fand bereits am 27. August auf dem Rastplatz Corgoloin zwischen Beaune und Dijon statt. Öffentlich gemacht wurde der Fund am 2. September. Nach Angaben der Zollverwaltung schöpften die Beamten wegen des Verhaltens des Fahrers Verdacht. Zudem erschien ihnen der deklarierte Wert der transportierten Ware ungewöhnlich niedrig. Im Anhänger befanden sich spanische Schaumweine.

Die Zöllner ließen das Fahrzeug vollständig entladen, fanden dabei jedoch zunächst keinen Widerspruch zu den Frachtpapieren. Erst bei der eingehenden Untersuchung der Fahrerkabine entdeckten sie das Versteck. Die Pakete lagen hinter einer Abdeckung des Belüftungssystems. Durch solche Umbauten lassen sich große Drogenmengen in den regulären Güterverkehr einschleusen, ohne die offizielle Ladung oder deren Verpackung verändern zu müssen.

Der 42 Jahre alte niederländische Fahrer räumte nach Behördenangaben ein, vom Transport der Betäubungsmittel gewusst zu haben. Die genaue Menge sei ihm jedoch nicht bekannt gewesen. Am 31. August wurde er dem zuständigen Gericht in Dijon vorgeführt und anschließend in Untersuchungshaft genommen. Auf Antrag des Beschuldigten, der Zeit für die Vorbereitung seiner Verteidigung verlangte, vertagte das Gericht den Prozess auf den 14. Oktober 2026.

Für die Zollbrigade von Dijon handelt es sich um die bislang größte Kokainbeschlagnahme in der Côte-d'Or. Schon am 17. Juli hatten Beamte in der Region 165,42 Kilogramm Kokain in der Klimaanlage eines anderen Lastwagens entdeckt. Die Fälle betreffen unterschiedliche Fahrzeuge und Fahrer. Beide Funde gelangen jedoch bei Kontrollen entlang der großen Verkehrsachsen, die das Rhônetal und Ostfrankreich mit dem Norden des Landes und seinen Nachbarstaaten verbinden.

Die Autobahnen A6 und A31 gehören zu den wichtigsten Strecken des grenzüberschreitenden Güterverkehrs. Das hohe Verkehrsaufkommen erschwert flächendeckende Kontrollen und bietet zugleich Möglichkeiten, verdächtige Transporte durch die Prüfung von Papieren, Fahrzeugaufbauten und Fahrerrouten zu erkennen. Technisch veränderte Lüftungs- und Klimaanlagen verlangen dabei eine genaue Untersuchung der Zugmaschinen, selbst wenn die Ladung mit den Begleitpapieren übereinstimmt.

Landesweit verzeichnet der französische Zoll steigende Kokainfunde. Im Jahr 2025 beschlagnahmte er im Inland 31,26 Tonnen, 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere 64,17 Tonnen wurden bei französischen Zolloperationen im Ausland sichergestellt. Insgesamt zogen die Behörden in Frankreich 108,81 Tonnen Betäubungsmittel aus dem Verkehr.

Quellen

  • Franceinfo
  • Direction générale des douanes et droits indirects
  • Agence Anadolu
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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