Psatha – 02.08.2026: Bei einem Löscheinsatz über dem Waldbrandgebiet von Psatha westlich von Athen sind zwei Hubschrauber der griechischen Feuerwehr in der Luft zusammengestoßen. Eines der beiden Luftfahrzeuge stürzte nach Angaben der Feuerwehr ab. Rettungskräfte bargen alle vier Besatzungsmitglieder. Zwei Menschen blieben demnach unverletzt, zwei weitere waren bei ihrer Bergung bewusstlos. Zu ihrem weiteren Gesundheitszustand lagen zunächst keine Angaben vor.
Die beiden Maschinen des Typs Bell waren zur Brandbekämpfung in Westattika eingesetzt. In jedem Hubschrauber befanden sich zwei Personen. Nach den bisher verfügbaren Informationen waren zwei Besatzungsmitglieder Griechen, die beiden anderen ausländische Staatsangehörige. Namen und Nationalitäten wurden nicht veröffentlicht. Auch zur Ursache der Kollision machten die Behörden am Sonntag zunächst keine Angaben.
Der Unfall ereignete sich während eines groß angelegten Einsatzes gegen einen Waldbrand, den starke Winde weiter anfachten. In der Umgebung von Megara bedrohten die Flammen Siedlungen und ein Industriegebiet. Heftige Böen erschwerten nach Behördenangaben die Löscharbeiten aus der Luft: Löschflugzeuge und Hubschrauber konnten nicht überall Wasser aus dem Meer aufnehmen. Zeitweise erreichten die Windgeschwindigkeiten laut Franceinfo annähernd 100 Kilometer pro Stunde.
Für mehrere Ortschaften in der Brandregion ordneten die Behörden Evakuierungen an, darunter Kandili, Agia Skepi und Toutouli. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Küstenort Porto Germeno am Golf von Korinth. Berichten zufolge war das Feuer bereits am Freitag nahe Agios Vasileios ausgebrochen und hatte sich anschließend in den bewaldeten Bergen westlich der griechischen Hauptstadt ausgebreitet.
Nahezu 500 Feuerwehrleute und 23 Luftfahrzeuge waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press in Westattika im Einsatz. Die Luftbrandbekämpfung gilt bei starkem Wind und dichtem Rauch als besonders riskant: Die Besatzungen fliegen in geringer Höhe, während mehrere Maschinen auf engem Raum Wasser aufnehmen und über den Brandherden abwerfen. Die Unfallursache muss nun offiziell untersucht werden.
Der Brand bei Psatha war Teil einer angespannten Lage in mehreren Regionen Griechenlands. Auch auf Kefalonia und in Chalkidiki kämpften Einsatzkräfte am Sonntag gegen Feuer. Zuvor hatte die griechische Feuerwehr bereits Todesfälle in den eigenen Reihen gemeldet: Zwei Feuerwehrleute kamen bei einem Brand auf Kreta ums Leben, ein weiterer auf der Peloponnes.
Für die Waldbrandsaison 2026 hatte die Europäische Union zusätzliche Kapazitäten im gemeinsamen Katastrophenschutz bereitgestellt. Griechenland zählt wegen seiner heißen, trockenen Sommer und häufigen starken Winde zu den besonders gefährdeten Ländern. In Westattika dauerten die Löscharbeiten unterdessen an; über den Zustand der beiden bewusstlos geborgenen Besatzungsmitglieder war zunächst nichts Weiteres bekannt.
Quellen
- Associated Press
- Griechische Feuerwehr
- Europäische Kommission
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).