Montataire – 19.09.2026: Nach Schüssen in der Nähe einer Grundschule in Montataire im Département Oise sind zwei erwachsene Männer verletzt worden. Die Tat ereignete sich am Donnerstag, dem 17. September, gegen 16.30 Uhr im Umfeld der Schule Maurice-Bambier, als Kinder das Gebäude nach Unterrichtsende verließen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden waren weder Schülerinnen und Schüler noch Beschäftigte der Schule das Ziel der Schüsse.
Die beiden Verletzten hielten sich außerhalb des Schulgeländes in einem Park an der Rue Maurice-Thorez auf. Sie wurden medizinisch versorgt; Lebensgefahr bestand nach den bislang vorliegenden Angaben nicht. Die Staatsanwaltschaft Senlis teilte mit, dass Geschosse vermutlich von einem Dach oder einem Metallpfosten der Schulumzäunung abprallten. Bei Eltern und Kindern entstand daraufhin Unruhe.
Lehrkräfte und städtische Beschäftigte brachten die Kinder sowie die anwesenden Eltern umgehend in Sicherheit. Auch das weniger als einen Kilometer entfernte Collège Anatole-France ordnete vorsorglich eine zeitlich begrenzte Sicherungsmaßnahme an. Nach Angaben des zuständigen Schulamts konnten Schülerinnen, Schüler und das Personal das Gelände später sicher verlassen. Dass die Schüsse ausgerechnet zum Ende des Unterrichts fielen, verschärfte die Gefahr einer Panik im Umfeld beider Schulen.
Noch am Abend des 17. September nahmen Ermittler einen 18-Jährigen fest und brachten ihn in Polizeigewahrsam. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der junge Mann der Justiz bereits im Zusammenhang mit einem Betäubungsmittelverfahren bekannt. Daraus lässt sich jedoch weder eine Beteiligung an den Schüssen noch eine Schuld ableiten. Beides ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft Senlis eröffnete ein Verfahren wegen versuchten Tötungsdelikts. Die Ermittlungen führt der Kriminalpolizeidienst des Polizeikommissariats Creil. Montataires Bürgermeister Jean-Pierre Bosino sagte, erste Hinweise deuteten auf eine Auseinandersetzung zwischen Personen außerhalb der Schule hin. Eine abschließende Einschätzung des Tatmotivs liegt bislang nicht vor.
Die Stadt kündigte psychologische Unterstützung für Kinder, Eltern und Beschäftigte an, die den Vorfall oder die anschließende Unruhe miterlebt haben. Solche Angebote sollen auch Menschen erreichen, die körperlich unverletzt blieben, sich durch die Schüsse in unmittelbarer Nähe des Schulgeländes aber bedroht fühlten. Stadt und Staatsanwaltschaft betonten, dass die Schule Maurice-Bambier selbst nicht angegriffen worden sei.
Die Ermittler rekonstruieren den Ablauf der Schüsse und prüfen die verwendete Waffe sowie mögliche Beziehungen zwischen den Beteiligten. Zu einem Motiv, weiteren Verdächtigen oder dem Gesundheitszustand der beiden verletzten Männer machte die Staatsanwaltschaft zunächst keine näheren Angaben.
Quellen
- Franceinfo
- RTL unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Senlis
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).