Umwelt

100 Tonnen schwerer Felsblock verfehlt Wohnhaus um 20 Zentimeter

In Louvie-Soubiron in den französischen Pyrenäen ist ein gewaltiger Felsblock unmittelbar vor einem Wohnhaus liegen geblieben. Verletzt wurde niemand, doch ein Schuppen und ein Auto wurden beschädigt.

Louvie-Soubiron – 09.09.2026: In einem Bergdorf der französischen Pyrenäen ist eine Familie nur knapp einer Katastrophe entgangen. Ein rund 100 Tonnen schwerer Felsblock löste sich am Mittwoch in Louvie-Soubiron im Département Pyrénées-Atlantiques von einer Felswand, stürzte den Hang hinab und kam unmittelbar vor einem Wohnhaus zum Liegen. Nach Angaben von Franceinfo und TF1 Info fehlten lediglich 20 Zentimeter bis zum Esszimmer. Verletzt wurde niemand.

Der etwa 40 Kubikmeter große Block rollte und rutschte zunächst in Richtung des Gebäudes. Erst kurz vor dem Haus änderte er seine Bahn und verfehlte den bewohnten Teil des Grundstücks. Getroffen wurden jedoch ein Schuppen und ein dort abgestelltes Auto. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, war zunächst nicht bekannt. Der Felsblock blieb direkt neben dem Wohnbereich liegen.

Zum Zeitpunkt des Absturzes hielt sich ein Bewohner im Haus auf. Seiner Schilderung zufolge wurde ihm das Ausmaß des Vorfalls erst bewusst, als er nach draußen ging und den Felsen sah. Die Familie blieb körperlich unversehrt, stand nach dem Beinaheunglück aber noch unter Schock. Angesichts des Gewichts und der Nähe zum Esszimmer hätte bereits eine geringfügig andere Fallrichtung schwere Folgen haben können.

Für Louvie-Soubiron ist ein solcher Vorfall offenbar nicht neu. Nach den vorliegenden Berichten ereigneten sich in der kleinen Gemeinde innerhalb der vergangenen sechs Jahre bereits zwei weitere Felsstürze. Nach einem früheren Abgang vor drei Jahren war die betroffene Felswand demnach von losem Gestein befreit worden. Ob der nun abgestürzte Block damals außerhalb des gesicherten Bereichs lag oder sich die Beschaffenheit des Hangs seither verändert hat, ist bislang nicht geklärt.

Fachleute begannen nach dem Felssturz damit, die Umgebung des Grundstücks zu untersuchen. Dabei sollen jene Bereiche der Felswand und des Hangs bestimmt werden, von denen weitere Steinschläge ausgehen könnten. Eine behördliche Einschätzung zur Stabilität des Geländes, zur Bewohnbarkeit des Hauses oder zu möglichen Sicherungsarbeiten lag am Mittwoch noch nicht vor.

Die Gemeinde liegt in einem steilen Berggebiet des Départements Pyrénées-Atlantiques. Dort können instabile Felspartien für Häuser unterhalb von Hängen eine unmittelbare Gefahr darstellen. Welche Maßnahmen am betroffenen Grundstück erforderlich sind, hängt nun von der geologischen Begutachtung ab. Der bislang letzte belastbare Befund lautet: Der Block stoppte 20 Zentimeter vor dem Esszimmer, alle Bewohner blieben unverletzt.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).