Paris – 06.09.2026: Etwas mehr als 61.000 Steuerhaushalte in Frankreich zahlen jeweils mehr als 100.000 Euro Einkommensteuer. Diese Zahl nannte die Generaldirektorin der französischen Finanzverwaltung, Amélie Verdier, am 5. September. Unter 1.000 Haushalten, die tatsächlich Einkommensteuer entrichten, sind es ihren Angaben zufolge im Durchschnitt etwas mehr als drei. Damit liegt erstmals eine aktuelle Größenordnung für die Gruppe mit besonders hohen Steuerzahlungen vor.
Die Angabe bezeichnet den geschuldeten Betrag der Einkommensteuer, nicht ein bestimmtes Einkommen oder Vermögen. Aus einer Steuerzahlung von mehr als 100.000 Euro lässt sich deshalb kein einheitliches Bruttoeinkommen ableiten. Abzugsfähige Ausgaben, die familiäre Situation, steuerliche Vergünstigungen und die Art der Einkünfte beeinflussen den festgesetzten Betrag jedes einzelnen Haushalts.
In Frankreich wird die Einkommensteuer auf Ebene des Steuerhaushalts berechnet. Die steuerpflichtigen Einkünfte werden grundsätzlich durch die Zahl der steuerlichen Anteile geteilt, die sich vor allem aus der Zusammensetzung des Haushalts ergibt. Auf diesen Betrag wird ein gestaffelter Tarif angewandt; das Ergebnis wird anschließend wieder mit der Zahl der Anteile multipliziert. Dieser Familienquotient kann die Steuerlast von Haushalten mit gleichem Einkommen, aber unterschiedlicher Familienstruktur erheblich verändern.
Der Tarif für die Veranlagung der Einkommen des Jahres 2025 umfasst fünf Stufen. Pro Steueranteil bleiben Einkünfte bis 11.497 Euro steuerfrei. Darüber gelten Sätze von 11, 30 und 41 Prozent. Auf den Teil des steuerpflichtigen Einkommens oberhalb von 180.294 Euro entfällt ein Satz von 45 Prozent. Der höchste Satz wird lediglich auf den entsprechenden oberen Einkommensanteil angewandt, nicht auf das gesamte Einkommen.
Die von Verdier genannte Zahl sagt daher nicht aus, wie viele der betroffenen Haushalte welcher Tarifstufe zuzurechnen sind. Eine Zahlung von mehr als 100.000 Euro kann je nach Einkommen, Zahl der Steueranteile, Steuerermäßigungen und Steuergutschriften unterschiedlich zustande kommen. Auch Grenzsteuersatz und durchschnittlicher Steuersatz bezeichnen verschiedene Größen: Der Grenzsteuersatz gilt für den jeweils höchsten Teil des Einkommens, der Durchschnittssatz für die gesamte Steuerschuld im Verhältnis zum steuerpflichtigen Einkommen.
Die Statistik betrifft ausschließlich die Einkommensteuer. Sozialbeiträge, Verbrauchsteuern, Grundsteuern und gegebenenfalls die Steuer auf Immobilienvermögen sind nicht enthalten. Wer keine Einkommensteuer zahlt, ist daher keineswegs von sämtlichen öffentlichen Abgaben befreit.
Die Veröffentlichung fällt in die Debatte über die Finanzierung des französischen Staatshaushalts und die Belastung hoher Einkommen. Eine Änderung der Steuerregeln kündigte die Finanzverwaltung mit den Zahlen nicht an. Ihr Befund bleibt gleichwohl präzise: Unter den Einkommensteuer zahlenden Haushalten überschreiten gut drei von 1.000 die Schwelle von 100.000 Euro im Jahr.
Quellen
- Franceinfo
- Direction générale des finances publiques
- impots.gouv.fr
- Ministère de l'Économie et des Finances
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).