Umwelt

65-Jähriger stirbt bei Sturzflut auf Korsika

Ein Geländewagen ist bei Ghisonaccia von Wasser und Schlamm mitgerissen worden. Einer der beiden Insassen rettete sich, der 65 Jahre alte Fahrer kam ums Leben.

Ghisonaccia – 21.10.2026: Nach den schweren Unwettern im Norden Korsikas ist ein 65 Jahre alter Mann tot aufgefunden worden. Sein Geländewagen war am Dienstagnachmittag, dem 20. Oktober, auf der Straße von Ghisonaccia nach Ghisoni im Gebiet Inzecca von einer Sturzflut aus Wasser und Schlamm erfasst und fortgerissen worden. Der Mann konnte den Wagen zunächst verlassen, wurde danach jedoch von der starken Strömung mitgerissen.

Die Rettungskräfte suchten nach Angaben der Behörden seit 14.25 Uhr nach dem Vermissten. Gegen 23 Uhr entdeckten sie seine Leiche mehrere hundert Meter unterhalb der Unfallstelle, in der Nähe des mitgerissenen Fahrzeugs. Die Präfektin von Haute-Corse, Véronique Deprez-Boudier, bestätigte den Fund. Eine zweite Person, die sich ebenfalls in dem Geländewagen befunden hatte, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Ghisonaccia an der Ostküste Korsikas gehörte zu den besonders stark betroffenen Orten des mediterranen Starkregenereignisses. Für Haute-Corse galt zeitweise die höchste behördliche Warnstufe wegen Starkregens und Überschwemmungen. Die Niederschläge trafen vor allem die Ostseite der Insel sowie die angrenzenden Höhenlagen. Dort können steile Hänge und enge Täler dazu führen, dass Wasser nach kräftigen Regenfällen rasch zusammenströmt und Straßen binnen kurzer Zeit unpassierbar macht.

Nach dem bislang bekannten Stand war der Mann aus Ghisonaccia das einzige Todesopfer der Unwetter auf Korsika. Die Behörden warnten wegen übertretender Gewässer, überfluteter Fahrbahnen und möglicher Erdrutsche vor vermeidbaren Fahrten. Einsatzkräfte suchten nach Betroffenen, sperrten gefährdete Abschnitte und sicherten Bereiche, in denen weitere Erd- oder Schlammmassen niedergehen konnten.

Die Folgen des Unwetters waren auch im Straßennetz zu spüren. Die Straßenverwaltung der Collectivité de Corse sperrte die Départementstraße RD268 zwischen Bavella und Ponte-Großo. Als Gründe wurden überflutete Fahrbahnen, Schlammablagerungen und Erdrutsche genannt. Die Verbindung führt durch bergiges Gelände im Südosten der Insel und sollte so lange geschlossen bleiben, bis die Strecke kontrolliert und gesichert ist. Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, Absperrungen strikt zu beachten.

An der Unfallstelle bei Ghisonaccia endete der Sucheinsatz nach dem Fund des Vermissten in der Nacht. Nach Darstellung der Behörden erfasste die Flut den Geländewagen auf der Straße nach Ghisoni. Obwohl der Fahrer das Fahrzeug noch verlassen konnte, bot ihm das rasch strömende Gemisch aus Wasser und Schlamm keinen sicheren Fluchtweg. Sein Körper wurde nahe dem fortgerissenen Wagen gefunden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Corse Net Infos
  • Inforoutes der Collectivité de Corse

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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