Umwelt

75-Jähriger stirbt bei Überschwemmungen in Südfrankreich

Heftiger Regen hat in den Bouches-du-Rhône Straßen und Wohngebiete überflutet. Bei Saint-Mitre-les-Remparts wurde ein 75 Jahre alter Mann von den Wassermassen mitgerissen und später tot gefunden.

Saint-Mitre-les-Remparts – 21.10.2026: Bei schweren Überschwemmungen im südfranzösischen Département Bouches-du-Rhône ist ein 75 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Er wurde am Dienstagmorgen, dem 20. Oktober, in Saint-Mitre-les-Remparts nahe Martigues von den Wassermassen mitgerissen. Nach Angaben der Präfektur fanden Einsatzkräfte ihn später tot im benachbarten Istres. Eine Person, die ihn begleitet hatte, konnte gerettet werden.

Auslöser war ein besonders kräftiges Regen- und Gewittergebiet, das in der Nacht zum Dienstag über den Süden Frankreichs zog. Stark betroffen war die Umgebung des Étang de Berre nordwestlich von Marseille. Météo-France registrierte seit Beginn der Wetterlage zwischen den Cevennen und den Bouches-du-Rhône im Mittel etwa 100 Millimeter Niederschlag. In einigen tiefer gelegenen Gebieten entsprach dies der üblichen Regenmenge von ein bis zwei Monaten.

Die Wassermassen trafen auf Straßen, Siedlungen und kleinere Wasserläufe, deren Pegel binnen kurzer Zeit stiegen. Solche mediterranen Starkregenlagen können örtlich sehr unterschiedlich ausfallen: Während manche Gemeinden nur kräftigen Regen erleben, entstehen wenige Kilometer entfernt Überflutungen. Für Autofahrer sind bereits vergleichsweise geringe Wassertiefen gefährlich, weil Strömung und Untergrund kaum einzuschätzen sind.

Saint-Mitre-les-Remparts aktivierte seinen kommunalen Schutzplan. Mehrere Straßen waren wegen der Überflutungen nicht mehr befahrbar, vor allem im Vallon de Massane und nahe Saint-Blaise. Im Theater La Manare richtete die Gemeinde eine Anlaufstelle für Betroffene ein. Städtische Krippen und das Freizeitzentrum blieben am Dienstag wegen der Verkehrsprobleme geschlossen.

Auch Châteauneuf-les-Martigues, Saint-Chamas und weitere Orte des Départements meldeten erhebliche Schäden. Straßen, Häuser und Fahrzeuge liefen voll Wasser. Nach übereinstimmenden Medienberichten fielen in Teilen der Bouches-du-Rhône innerhalb von 24 Stunden bis zu 200 Millimeter Regen. Feuerwehr und Rettungskräfte rückten zu mehr als 200 Einsätzen aus. In Istres wurden Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht, weil Erdrutsche drohten.

Die Unwetter erfassten zugleich weitere Mittelmeerregionen. In Haute-Corse suchten Einsatzkräfte am Dienstagabend nach einer vermissten Person, nachdem die Strömung des Fiumorbu einen Geländewagen erfasst hatte. Eine zweite Person konnte sich selbst aus dem Fahrzeug retten. In Prunelli-di-Fiumorbo wurden 21 Bewohner eines Pflegeheims evakuiert, nachdem Wasser in gefährdete Bereiche eingedrungen war.

Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, überflutete Straßen und Ufer zu meiden und Fahrten auf das Notwendigste zu beschränken. Saint-Mitre-les-Remparts warnte ausdrücklich davor, überschwemmte Abschnitte mit Fahrzeugen zu durchqueren. Die Identität des Todesopfers wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Quellen

  • Franceinfo
  • Stadt Saint-Mitre-les-Remparts
  • Météo-France
  • Präfektur der Bouches-du-Rhône laut AFP-Berichterstattung
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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