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Ausgediente SpaceX-Raketenstufe schlägt nahe Einstein-Krater auf dem Mond ein

Eine ausgediente Oberstufe einer Falcon-9-Rakete ist am 5. August auf dem Mond eingeschlagen. Ein Teleskop in Chile registrierte eine Staubwolke; Aufnahmen einer NASA-Sonde sollen nun den entstandenen Krater dokumentieren.

Mond – 06.08.2026: Eine ausgediente Oberstufe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ist am 5. August 2026 wie vorausberechnet auf dem Mond eingeschlagen. Der Aufprall ereignete sich nahe dem Einstein-Krater, am Übergang zwischen der erdzugewandten und der abgewandten Seite des Mondes. Fachleute hatten die Bahn des Bauteils über längere Zeit verfolgt und die Kollision vorhergesagt.

Die Raketenstufe war im Januar 2025 beim gemeinsamen Start zweier Mondmissionen eingesetzt worden. Sie brachte den Mondlander Blue Ghost des US-Unternehmens Firefly Aerospace sowie die japanische ispace-Mission RESILIENCE auf ihre vorgesehenen Flugbahnen. Nach Abschluss dieser Aufgabe blieb das etwa vier Tonnen schwere Bauteil im Erde-Mond-System. Seine Bahn veränderte sich im Laufe der Zeit, bis es schließlich auf Kollisionskurs mit dem Mond geriet.

Der Augenblick des Einschlags ließ sich nicht unmittelbar beobachten. Ein Teleskop in Chile registrierte jedoch eine Staub- und Trümmerwolke, die Fachleute dem Aufprall zuordnen. Beobachtungen in der Nacht zuvor hatten nach Angaben des Astrophysikers Jonathan McDowell bereits bestätigt, dass die Oberstufe direkt auf den Mond zusteuerte.

Berechnungen zufolge traf das Bauteil mit einer Geschwindigkeit von rund 2,4 Kilometern pro Sekunde auf die Oberfläche. Modelle hatten einen Krater von mehreren Dutzend Metern Durchmesser erwarten lassen. Seine genaue Lage, Größe und Form sind bislang allerdings nicht bestätigt. Der vermutete Einschlagsort liegt in einem Bereich, der sich wegen seiner Position am Mondrand von der Erde aus nur eingeschränkt untersuchen lässt.

Aufschluss sollen Bilder des Lunar Reconnaissance Orbiter liefern. Die NASA-Sonde soll das Gebiet bei einem geeigneten Überflug fotografieren. Durch den Vergleich mit älteren Aufnahmen können Fachleute erkennen, welche Spuren der Aufprall hinterlassen hat. Der Orbiter umkreist den Mond seit 2009 und kartiert dessen Oberfläche mit hochauflösenden Kameras. Auf diese Weise wurden bereits die Einschlagsstellen anderer Raumfahrzeuge identifiziert.

Der unbeabsichtigte Aufprall ist zugleich ein wissenschaftlich verwertbares Ereignis. Aus Größe und Form des Kraters lassen sich Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Untergrunds und die Wirkung eines Einschlags unter Mondbedingungen ziehen. Auch die Verteilung des ausgeworfenen Materials kann mit Modellrechnungen verglichen werden.

Darüber hinaus berührt der Vorfall die wachsende Debatte über ausgediente Raumfahrttechnik im Umfeld des Mondes. Mit der steigenden Zahl staatlicher und kommerzieller Missionen nimmt auch die Bedeutung verlässlicher Flugbahnen und kontrollierter Entsorgungsverfahren zu. SpaceX arbeitet nach Angaben von Fachleuten mit der NASA an Verfahren, die vergleichbare unkontrollierte Einschläge künftig vermeiden sollen.

Quellen

  • Associated Press
  • NASA Lunar Reconnaissance Orbiter
  • arXiv: Observational planning for the 2026 August 5 Falcon 9 Upper Stage lunar impact
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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