Kultur

Barbara Butch tritt in der Yonne unter verstärktem Schutz auf

Vor dem Auftritt der DJ Barbara Butch am Samstag, 25. Juli, in Saint-Martin-du-Tertre wird das Sicherheitskonzept deutlich ausgeweitet. Anlass sind die Störungen bei ihrem Konzert in Grenoble am vergangenen Wochenende.

Saint-Martin-du-Tertre – 24.07.2026: Wenn Barbara Butch am Samstagabend, 25. Juli, beim Festival Le Hameau auftritt, soll rund um das Gelände an der Yonne ein außergewöhnlich dichtes Sicherheitsnetz greifen. Nach Angaben aus dem Umfeld der Veranstaltung werden Gendarmerie, Polizei, eine auf den Bahnverkehr spezialisierte Polizeieinheit sowie ein privater Sicherheitsdienst eingesetzt. Die genauen Stärken und Einsatzorte wurden nicht veröffentlicht.

Der Auftritt der französischen DJ ist Teil des letzten Festivalwochenendes von Le Hameau in Saint-Martin-du-Tertre, einer Gemeinde im Norden des Départements Yonne. Die Veranstaltung ist für den 24. bis 26. Juli angesetzt; Barbara Butch soll am Samstagabend an den Plattentellern stehen. Das Festival hatte die Darbietung nach den jüngsten Ereignissen ausdrücklich beibehalten.

Hintergrund sind Vorfälle beim Auftritt der Künstlerin in Grenoble am Wochenende vom 18. und 19. Juli. Das Konzert wurde nach einer Protestaktion unterbrochen. Nach übereinstimmenden Berichten wurden dabei Beleidigungen und Wurfgeschosse gemeldet. Die Staatsanwaltschaft Grenoble leitete daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts einer gemeinschaftlichen Behinderung von Freiheitsrechten ein. Welche Personen dafür strafrechtlich verantwortlich sein könnten, ist offen.

Barbara Butch erklärte in dieser Woche, sie wolle trotz des Erlebnisses auftreten. Ihre Anwältin Audrey Msellati kündigte zudem Beschwerden an. Dabei geht es nach Angaben der Verteidigung um mehrere mögliche Delikte; die Vorwürfe richten sich nicht pauschal gegen alle Beteiligten. Eine juristische Bewertung steht den Ermittlungsbehörden und später gegebenenfalls den Gerichten zu.

Für die Organisatoren in Saint-Martin-du-Tertre geht es nun vor allem um einen ruhigen Ablauf. Fabrice Paris, Präsident des Vereins Le Hameau, hatte bereits angekündigt, das Sicherheitsdispositiv in Abstimmung mit der Präfektur zu verstärken. Die örtliche Organisation von La France insoumise habe ihm gegenüber nach seiner Darstellung lediglich zu einem Boykott aufgerufen und keine körperliche Aktion gegen die DJ befürwortet.

Die Vorsorge gilt nicht nur dem Festivalgelände. Dass auch Kräfte mit Zuständigkeit für den Bahnverkehr vorgesehen sind, deutet auf eine Absicherung möglicher An- und Abreisewege hin. Besucherinnen und Besucher müssen deshalb mit sichtbarer Polizeipräsenz, Zugangskontrollen und Veränderungen bei den Wegen zum Veranstaltungsort rechnen. Konkrete Hinweise der Veranstalter und Behörden sollten am Veranstaltungstag beachtet werden.

Der Fall zeigt, wie schnell kulturelle Veranstaltungen zum Schauplatz gesellschaftlicher Konflikte werden können. Gerade deshalb bleibt die Grenze klar: Politischer Protest ist geschützt, Einschüchterung und Gewalt sind es nicht. Ob das Sicherheitskonzept am Samstag ausreicht, wird sich erst nach Ende des Abends beurteilen lassen. Ein konkreter Hinweis auf eine akute Gefährdung der Veranstaltung wurde öffentlich bislang nicht mitgeteilt.

Quellen

  • AFP-Bericht über den geplanten Auftritt und die Sicherheitsverstärkung
  • Festivalprogramm Le Hameau Open Air 2026
  • Bericht zur angekündigten Strafanzeige und zu den Ermittlungen in Grenoble

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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