Politik & Gesellschaft

Bildungsminister zieht positive Bilanz zum Schulstart

Édouard Geffray bewertet die ersten Wochen des Schuljahrs 2026/27 als weitgehend geordnet. Einige Stellen und Unterrichtsstunden seien jedoch noch unbesetzt. Zugleich verteidigt er das neue Handyverbot an Gymnasien.

Paris – 17.09.2026: Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray hat den Beginn des Schuljahrs 2026/27 insgesamt positiv bewertet. Im Gespräch mit Franceinfo bezeichnete er den Schulstart als korrekt, räumte jedoch ein, dass weiterhin einzelne Stellen und Unterrichtsstunden unbesetzt seien. Zahlen zum Umfang der Engpässe nannte er den vorliegenden Angaben zufolge nicht.

Der Schuljahresbeginn gilt in Frankreich als wichtiger Belastungstest für das öffentliche Bildungssystem. Eltern, Lehrergewerkschaften und Kommunen achten besonders darauf, ob ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung stehen und Unterricht verlässlich erteilt werden kann. Geffrays Bilanz signalisiert, dass größere landesweite Störungen ausgeblieben sind. Zugleich macht sein Hinweis auf offene Stellen deutlich, dass nicht alle Schulen unter denselben Bedingungen in das neue Jahr gestartet sind.

Ausfälle treffen einzelne Fächer, Jahrgänge und Regionen unterschiedlich. Deshalb lässt sich aus einer landesweiten Bewertung nur begrenzt ableiten, wie stabil der Stundenplan an einem bestimmten Standort ist. Für Familien und Kollegien zählt vor allem, wie rasch unbesetzte Stunden übernommen und längerfristige Vakanzen geschlossen werden. Dazu machte der Minister in dem Interview keine näheren Angaben.

Ein weiterer Schwerpunkt war das seit diesem Schuljahr geltende Verbot von Mobiltelefonen und anderen vernetzten Geräten an Gymnasien. Es erweitert die bereits seit 2018 an Grund- und Mittelschulen geltenden Einschränkungen auf die Oberstufe. Das Verbot erfasst auch schulische Aktivitäten außerhalb des Schulgeländes. Ausnahmen sind unter anderem aus medizinischen Gründen und in ausdrücklich geregelten Fällen möglich.

Für die praktische Umsetzung sind die einzelnen Lycées zuständig. Sie müssen in ihren Hausordnungen festlegen, wie Geräte während des Schultags verwahrt und Verstöße behandelt werden. Nach Angaben staatlicher Stellen kommen persönliche Schließfächer, Sammelboxen oder verschließbare Taschen infrage. Bei Regelverstößen kann ein Gerät vorübergehend eingezogen werden; wiederholte Missachtung kann disziplinarische Folgen haben.

Die Regierung begründet die Ausweitung mit besserer Konzentration, einem ruhigeren Lernumfeld und dem Schutz des sozialen Klimas. Das Bildungsministerium verweist außerdem auf Cybermobbing und problematische Bildschirmnutzung. Schülerinnen und Schüler, die wegen einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung auf digitale Hilfsmittel angewiesen sind, dürfen notwendige Geräte weiterhin verwenden.

Geffray sprach nach Angaben von Franceinfo auch über mögliche Einsparungen im Bildungshaushalt und die Vergütung der Lehrkräfte. Konkrete neue Beschlüsse oder Beträge wurden dabei nicht bekannt. Seine positive Bilanz steht damit unter einem Vorbehalt: Noch offene Stellen und Unterrichtsstunden bleiben auch nach den ersten Schulwochen bestehen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Bildungsministerium
  • Service Public
  • Amtsblatt des französischen Bildungsministeriums

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels