Politik & Gesellschaft

Brand an der Universität Rouen offenbar vorsätzlich gelegt

Ein Feuer hat in der Nacht zum 17. Oktober die Fassade und Teile des Dachs der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Rouen-Normandie beschädigt. Die Staatsanwaltschaft geht nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus.

Mont-Saint-Aignan – 17.10.2026: Ein schwerer Brand hat in der Nacht zum Samstag ein Gebäude der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Rouen-Normandie beschädigt. Das Feuer brach nach Angaben der Präfektur Seine-Maritime kurz nach 2.30 Uhr am Standort Boulevard André-Siegfried in Mont-Saint-Aignan aus. Die Flammen erfassten die Fassade und weite Teile des Dachs.

Rund 50 Feuerwehrleute rückten mit 30 Einsatzfahrzeugen an. Gegen 4.30 Uhr war der Hauptbrand unter Kontrolle. Anschließend mussten die Einsatzkräfte weitere Glutnester an der Fassade löschen. Nach den bislang veröffentlichten Angaben verhinderten sie, dass sich das Feuer im Inneren des Universitätsgebäudes weiter ausbreitete. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Die Staatsanwaltschaft Rouen geht nach ersten Feststellungen davon aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Staatsanwalt Sébastien Gallois zufolge befand sich der Ausgangspunkt offenbar an einem Haufen Unrat oder einem Abfallbehälter vor dem Eingang. Von dort griffen die Flammen auf die Gebäudefront über. Betroffen ist demnach eine Fläche von etwa 200 Quadratmetern.

Ermittelt wird wegen vorsätzlicher Zerstörung durch Feuer. Die Untersuchung führt die territoriale Kriminalitätsabteilung der Polizei in Rouen. Wer den Brand gelegt haben könnte und welches Motiv dahinterstand, ist bislang unbekannt. Die Behörden nannten keine verdächtige Person. Die Einschätzung, das Feuer sei absichtlich entzündet worden, stützt sich auf die ersten Spuren am Brandort.

Der Schaden trifft die Fakultät in einer Phase eingeschränkten Hochschulbetriebs. Die Universität hatte bereits am 15. Oktober angekündigt, ihre Standorte am Samstag, dem 17. Oktober, für Studierende und die Öffentlichkeit zu schließen. Lehrveranstaltungen sollten ausschließlich digital stattfinden. Begründet wurde die Entscheidung mit anhaltenden Blockaden auf Teilen des Campus. Einen Zusammenhang zwischen diesen Protesten und dem Brand haben die Ermittler bislang nicht hergestellt.

Wie lange Räume der Fakultät unbenutzbar bleiben, war am Samstag zunächst offen. Auch eine belastbare Schadenssumme lag nicht vor. Vor einer Wiederaufnahme des regulären Betriebs muss geklärt werden, ob Dach, Fassade und Zugänge ausreichend sicher sind. Für Studierende und Beschäftigte hängen davon der Zugang zu Arbeitsplätzen, Seminarräumen und Einrichtungen des Gebäudes ab.

Am Vormittag besichtigten Vertreter der Präfektur, der Staatsanwaltschaft und der Universitätsleitung den Brandort. Die kriminaltechnische Untersuchung soll den genauen Ablauf und mögliche Spuren der Täter klären. Gesichert ist bislang, dass das Feuer vor dem Eingang begann und innerhalb kurzer Zeit große Teile der Gebäudefront beschädigte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur Seine-Maritime
  • Universität Rouen-Normandie
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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