Die französische Presse richtet den Blick am Abend auf eine Rückkehr in die Klassen, die organisatorisch anspruchsvoller ausfällt als üblich. Das Ende August beschlossene Verbot von Mobiltelefonen an Lycées soll zwar die bereits seit 2018 geltenden Regeln für Collèges ergänzen. Viele Schulleitungen halten eine lückenlose Umsetzung schon am ersten Schultag jedoch für unrealistisch: Aufbewahrung, Kontrollen, Ausnahmen für Unterrichtszwecke und Änderungen der Hausordnungen müssen jeweils vor Ort geregelt werden.
Aus dem Lot berichten Schulleiter, dass die nötigen Verfahren nicht binnen weniger Tage aufgebaut werden können. Auch Lehrkräfte verweisen darauf, dass Smartphones bislang teils für Recherche, Übungen oder digitale Anwendungen verwendet wurden. Die Debatte dreht sich deshalb weniger um das Ziel der Regel als um die Frage, wie sie im Alltag durchsetzbar bleibt.
Eine regionale Störung hat zugleich landesweite Aufmerksamkeit erhalten: Nach einem Sicherheitsvorfall sind die Informationssysteme des Rektorats Toulouse seit dem 19. August nur eingeschränkt erreichbar. Schulen in der Akademie organisieren Zuweisungen, Kommunikation und einzelne Verwaltungsabläufe daher vorübergehend mit Telefon und Papier. Der Unterrichtsbeginn bleibt vorgesehen, doch die Panne zeigt, wie abhängig die Vorbereitung inzwischen von funktionierenden digitalen Diensten ist.