Fast drei Wochen nach dem Angriff auf eine trans Frau in Montpellier suchen die Ermittler weiter nach zwei Tatverdächtigen. Die 22-Jährige war am 13. August am Verdanson, einem kanalisierten Wasserlauf nordöstlich des Stadtzentrums, schwer verletzt worden. Nach ihrem Bericht seien ihr zunächst sexuelle Handlungen aufgezwungen und anschließend Verletzungen mit Glasscherben zugefügt worden.
Die Frau erlitt zahlreiche Schnittwunden an Armen, Beinen und im Gesicht; mehrere tiefe Verletzungen mussten mit etwa 50 Stichen versorgt werden. Ihr Leben war nach den bisherigen Angaben nicht in Gefahr. Sie konnte das Krankenhaus nach zwei Tagen verlassen und erstattete Anzeige.
Die Polizei wertet Videomaterial aus dem Umfeld aus und sucht mögliche Zeugen. Ein transfeindliches Motiv gehört zu den von den Ermittlern geprüften Umständen, ist juristisch aber noch nicht festgestellt. Gerade diese Unterscheidung ist für die Einordnung des Falls wichtig: Die Schwere der Verletzungen ist dokumentiert, die genaue Tatabfolge und die strafrechtliche Qualifikation bleiben Gegenstand der laufenden Untersuchung.