Der Tod Federico Martín Aramburús kehrt an diesem Montag vor Gericht zurück. Der frühere argentinische Nationalspieler war am 19. März 2022 vor einem Lokal am Boulevard Saint-Germain im sechsten Arrondissement von Paris erschossen worden. Nach den Ermittlungen trafen ihn sechs Schüsse aus zwei Waffen; zwei davon waren tödlich.
Im Zentrum des dreiwöchigen Verfahrens stehen Loïk Le Priol und Romain Bouvier, die laut Le Monde an einem Nachbartisch des Cafés saßen und sich wegen Mordes verantworten müssen. Zwei weitere Angeklagte stehen ebenfalls vor dem Schwurgericht. Der Fall hatte wegen des Tatorts im Herzen von Paris, der politischen Nähe Le Priols zur extremen Rechten und der Flucht eines Beschuldigten ins Ausland große Aufmerksamkeit ausgelöst.
Der Prozess soll die Abfolge eines nächtlichen Streits und die jeweiligen Rollen der Beteiligten rechtlich klären. Für die Angehörigen des 42-jährigen Aramburú verbindet sich damit ein prominentes Sportlerleben mit einer Tat, deren Ablauf und Verantwortung nun öffentlich verhandelt werden.