Am Eiffelturm sollen Mitarbeiterinnen während des privaten Besuchs einer Delegation des hinduistischen BAPS-Movements aus bestimmten Bereichen ferngehalten oder durch Männer ersetzt worden sein. Die Betreibergesellschaft Sete räumte ein, die Delegation habe weniger Kontakte mit Frauen verlangt; diese Vorgabe hätte nicht akzeptiert werden dürfen.
Die Beschäftigten legten am Montag die Arbeit nieder, der Turm blieb einen Tag geschlossen. Seit Dienstag ist das Monument wieder geöffnet, doch der Konflikt ist damit nicht beendet. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire kündigte zwei Untersuchungen an: eine externe interne Untersuchung bei der Sete und eine weitere durch die Stadt Paris, die Eigentümerin des Bauwerks ist.
Geklärt werden soll vor allem die Entscheidungskette, die zu den Anweisungen führte. Der Fall betrifft damit mehr als einen einzelnen Besuch: An einem der sichtbarsten öffentlichen Orte Frankreichs geht es um arbeitsrechtliche Gleichbehandlung und um die Grenzen, die ein öffentliches Unternehmen gegenüber religiös begründeten Forderungen ziehen muss. Die Stadt hält 99 Prozent der Sete-Anteile.