Das tägliche Briefing · Abendausgabe · Thema 3 von 3

Handy am Steuer kann jetzt den Führerschein kosten

Bei einer Kontrolle mit dem Mobiltelefon in der Hand kann der Führerschein nun landesweit vorläufig ausgesetzt werden. Die Entscheidung trifft die Präfektur; Geldbuße und Punkteabzug bleiben bestehen.

AbendausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 03. Oktober 2026 um 19:59 Uhr?

Schulproteste und ihre politische Vereinnahmung, die Abschaltung der 2G-Netze sowie strengere Sanktionen für Handynutzung am Steuer prägen die französische Nachrichtenlage am Abend.

Die französische Verkehrspolitik verschärft ihre Antwort auf die Handynutzung am Steuer. Wer beim Fahren ein Mobiltelefon in der Hand hält, kann nun überall in Frankreich eine vorläufige Aussetzung des Führerscheins erhalten. Die Maßnahme wird nicht zwingend direkt bei der Kontrolle durch die Polizei vollzogen: Die Präfektur entscheidet anschließend über die Verwaltungsstrafe und ihre Dauer, die bis zu sechs Monate betragen kann.

Bislang galten für das Delikt landesweit vor allem die Geldbuße von 135 Euro und der Abzug von drei Punkten. Eine Führerscheinsaussetzung war zwar schon möglich, wurde aber je nach Département unterschiedlich eingesetzt. Die neue landesweite Linie soll diese Unterschiede verringern und den Präfekten ein schnelleres Instrument geben, ohne eine gerichtliche Entscheidung abzuwarten.

Für Autofahrer verändert sich damit vor allem das Risiko bei einer scheinbar kurzen Nutzung: Schon das Halten des Telefons genügt, nicht erst das Schreiben einer Nachricht oder ein Telefonat. Die Regel erfasst keine ordnungsgemäß verwendeten Freisprecheinrichtungen, entbindet Fahrer aber nicht von der Pflicht, ihre Aufmerksamkeit vollständig auf den Verkehr zu richten. Die Sanktion kommt zu den bestehenden Punkten und der Geldbuße hinzu.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen