Mit dem Herbst rückt die Heizrechnung wieder in den Vordergrund. Besonders Haushalte mit Ölheizung prüfen Alternativen, weil die Kosten für Heizöl kräftig gestiegen sind. Brennholz und Pellets erscheinen vielfach günstiger, doch der Vergleich hängt von der Art der Heizung, dem Wirkungsgrad und dem tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses ab.
Bei einem modernen Ofen oder Einsatz kann trockenes Scheitholz eine wirtschaftliche Ergänzung oder Alternative sein. Feuchtes Holz senkt dagegen die Heizleistung, erhöht die Emissionen und belastet das Gerät. Wer von Öl oder elektrischen Heizkörpern auf Holz umstellen will, muss zudem Anschaffung, Schornstein, Wartung und Lagerfläche einrechnen. Ein offener Kamin ist für eine dauerhafte Kostenrechnung deutlich weniger effizient als ein geeigneter Ofen.
Auch Kommunen greifen das Thema auf. Le Parisien berichtete über örtliche Angebote, bei denen Holz aus kommunalen Sicherheits- oder Pflegearbeiten an Einwohner abgegeben wird. Solche Modelle können einzelne Haushalte entlasten, ersetzen aber keine langfristige Sanierung schlecht gedämmter Gebäude. Für viele Familien wird Holz damit vor allem zu einer praktischen Mischlösung neben bestehenden Heizsystemen.