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Glucksmann gewinnt die sozialdemokratische Vorwahl klar

Raphaël Glucksmann hat die Vorwahl von Parti socialiste, Place Publique und Gauche républicaine et socialiste im ersten Durchgang gewonnen. Sein deutliches Ergebnis ordnet die sozialdemokratische Linke vor der Präsidentschaftswahl 2027 neu, beendet aber ihre Zerstreuung nicht.

AbendausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 11. Oktober 2026 um 20:00 Uhr?

Die sozialdemokratische Linke hat ihren Kandidaten bestimmt, die Regierung ringt mit den Folgen hoher Dieselpreise, und die Schülerproteste halten den Druck auf Matignon aufrecht.

Raphaël Glucksmann hat die Vorwahl der sozialdemokratischen Linken mit rund 66 Prozent der Stimmen gewonnen und wird damit ihr Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2027. Der Europaabgeordnete von Place Publique setzte sich im ersten Wahlgang klar gegen den Sozialistenchef Olivier Faure, Ségolène Royal, Jérôme Guedj und Emmanuel Maurel durch. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich gut 120.000 Menschen an der elektronischen Abstimmung.

Der Sieg gibt Glucksmann ein eindeutiges Mandat in einem Lager, das vor allem nach einer Alternative zwischen dem Macron-Lager, der radikalen Linken von La France insoumise und dem Rassemblement national sucht. Seine Kampagne stand für eine proeuropäische, sozialdemokratische Linie und für eine deutliche Abgrenzung von Jean-Luc Mélenchon. Gerade diese Strategie hatte die Vorwahl geprägt und innerhalb der Linken Widerspruch ausgelöst.

Die Abstimmung mobilisierte deutlich mehr registrierte Teilnehmer als zunächst erwartet, blieb aber weit unter den Millionenbeteiligungen früherer sozialistischer Vorwahlen. Glucksmann verfügt nun über die Unterstützung des Parti socialiste und seiner Partner; andere linke Kräfte, darunter La France insoumise, sind an diese Kandidatur jedoch nicht gebunden.

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