Für Duralex endet ein erneuter Abschnitt großer Unsicherheit: Das Handelsgericht von Orléans hat das Angebot von Cédric Meston über dessen Holding Tomé ausgewählt. Die Glasmanufaktur in La Chapelle-Saint-Mesmin war seit Anfang Juni in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren und hatte nach der Übernahme durch die Beschäftigtengenossenschaft vor weniger als zwei Jahren erneut einen Käufer gesucht.
Mestons Angebot sichert 155 Stellen bei einer Belegschaft von rund 220 Personen. Es setzte sich gegen den Vorschlag der Gruppe Carlesimo durch, der weniger Arbeitsplätze vorsah. Für die Beschäftigten bleibt die Entscheidung deshalb zugleich eine Rettung des Werks und ein harter sozialer Einschnitt.
Der neue Eigentümer, der zuvor Tupperware France übernommen hatte, stellt eine energetische Umstellung des Standorts in den Mittelpunkt seines Plans. Nach Angaben von Le Parisien sollen mindestens 16 Millionen Euro mobilisiert werden; auch staatliche und regionale Finanzierung ist vorgesehen. Der Fall Duralex bleibt ein Prüfstein dafür, ob sich eine bekannte französische Industriemarke mit hoher Energiebelastung dauerhaft wirtschaftlich stabilisieren lässt.