Wirtschaft

Cédric Meston übernimmt Duralex und erhält 155 Arbeitsplätze

Das Handelsgericht von Orléans hat die Übernahme der Glasmanufaktur Duralex durch Cédric Mestons Holding Tomé bestätigt. Von 219 Arbeitsplätzen sollen 155 erhalten bleiben.

La Chapelle-Saint-Mesmin – 14.10.2026: Die traditionsreiche Glasmanufaktur Duralex bekommt einen neuen Eigentümer. Das Handelsgericht von Orléans hat die Übernahme durch die Holding Tomé des Unternehmers Cédric Meston bestätigt. Damit endet ein mehrmonatiges Verfahren zur Rettung des Betriebs, der am 1. Juni erneut unter gerichtliche Sanierung gestellt worden war.

Nach Angaben von Orléans Métropole bleiben durch die Übernahme 155 der 219 Arbeitsplätze erhalten. Für 64 Beschäftigte sieht das ausgewählte Angebot somit keine Weiterbeschäftigung vor. Betroffen ist das Werk in La Chapelle-Saint-Mesmin westlich von Orléans, in dem Duralex seine bekannten Trinkgläser aus gehärtetem Glas produziert. Erst 2024 hatten die Beschäftigten die Manufaktur in Form einer Genossenschaft übernommen.

Meston übernimmt Duralex über Tomé gemeinsam mit einem Konsortium von Investoren. Sein Angebot setzte sich vor Gericht gegen das des Gießereikonzerns Carlesimo durch. Ein wesentlicher Grund war die höhere Zahl der gesicherten Stellen. Tomé gehört bereits Tupperware France. Nach der Entscheidung erklärte Meston, der Standort solle dauerhaft neu aufgestellt werden.

Der 32-Jährige begann seine Laufbahn bei der Unternehmensberatung McKinsey und gründete anschließend den Hersteller pflanzlicher Fleischalternativen HappyVore mit. Nach seinem Ausscheiden konzentrierte er sich auf die Übernahme wirtschaftlich angeschlagener Unternehmen. Neben Tupperware France erwarb seine Gruppe im Juni 2026 auch den Reifenaufbereiter Black Star in Béthune, der inzwischen unter dem Namen Léonard geführt wird.

Bei Duralex steht Meston vor einer schwierigen industriellen Sanierung. Die Glasherstellung benötigt große Mengen Energie; steigende Kosten hatten das Unternehmen bereits in der Vergangenheit schwer belastet. Zugleich muss die Produktion modernisiert werden, ohne eine Marke zu beschädigen, deren Bekanntheit weit über den französischen Markt hinausreicht. Duralex wurde 1945 als Marke gegründet und ist vor allem für robuste, gehärtete Alltagsgläser bekannt.

Orléans Métropole bleibt als Eigentümerin des Werksgeländes eng in die Neuordnung eingebunden. Die Kommune hatte das Areal 2024 erworben, um die genossenschaftliche Rettung des Betriebs zu ermöglichen. Mit Tomé wurde nun ein Immobilienleasingvertrag vereinbart, dessen Miete schrittweise steigt. Diese Konstruktion entlastet den Käufer zunächst, bindet ihn aber zugleich an den Standort.

Nach Angaben der Metropole plant Tomé Investitionen in die Produktionsanlagen und bis 2029 den Bau eines elektrischen Ofens. Die Umstellung soll die Energieversorgung des Werks verändern und seine industrielle Basis modernisieren. Mit dem Gerichtsbeschluss geht die Kontrolle über Duralex von der Beschäftigtengenossenschaft auf Mestons Holding über; 64 der bislang 219 Stellen entfallen nach dem vorgelegten Übernahmeplan.

Quellen

  • France 3 Centre-Val de Loire
  • Orléans Métropole
  • Le Monde
  • AFP via MoneyVox

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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