Premierminister Sébastien Lecornu hat nach einem Treffen in Matignon ein Agrarprogramm für 2027 in einer Größenordnung von 500 bis 700 Millionen Euro angekündigt. Die Mittel sollen Betriebe widerstandsfähiger gegen wiederkehrende Dürren und Hitzewellen machen; zugleich geht es um höhere Kosten für Energie, Dünger und Betriebsmittel. Die Regierung verbindet die Ankündigung mit einer territorialen Konsultation, damit die Maßnahmen nach ihren Angaben stärker an den unterschiedlichen Produktionsbedingungen ausgerichtet werden.
Vorgesehen sind vor allem Hilfen für Investitionen in hitzetauglichere Stallgebäude, Wasserbewirtschaftung und Absicherung gegen Klimarisiken. Hinzu kommt ein sogenannter Pacte Genevard, der Betriebsübergaben erleichtern soll. Das ist für viele ländliche Regionen praktisch relevant, weil zahlreiche Höfe vor einem Generationswechsel stehen. Die Finanzierung bleibt jedoch Teil der Haushaltsberatung für 2027: Lecornu bezifferte die Spanne als vorläufig und verwies darauf, dass zusätzliche Ausgaben entweder gedeckt oder an anderer Stelle eingespart werden müssten.