Nach der Sicherheitsbilanz rückt die wirtschaftliche Folge der Gewalt in den Vordergrund. Vertreter des Handels beziffern die Zahl der betroffenen Geschäfte auf rund 1.500; die Schadenssumme könnte sich nach ersten Schätzungen auf mehrere hundert Millionen Euro belaufen. Beschädigt oder geplündert wurden unter anderem Lebensmittel-, Bekleidungs-, Sport- und Elektronikgeschäfte, häufig außerhalb der offiziellen Demonstrationsrouten.
Für die Händler zählen neben zerstörten Schaufenstern und entwendeten Waren vor allem die Betriebsunterbrechungen. Geschlossene Einkaufsstraßen, ausfallende Lieferungen und beschädigte Verkaufsflächen treffen Unternehmen, die nach mehreren Krisenjahren oft nur geringe Reserven haben. Die genaue Kostenbilanz ist noch offen, weil Versicherungen, Handelsverbände und Kommunen die Schäden weiter erfassen.
Die Regierung und die Stadt Paris haben Hilfen für betroffene Betriebe angekündigt. Das politische Gewicht des Themas wächst, weil die Ausschreitungen nicht auf eine einzelne Metropole begrenzt blieben: Berichte aus Bordeaux, Lyon, Marseille und Paris dokumentieren ähnliche Angriffsmuster. Die Wiederherstellung der Innenstädte wird damit zu einer praktischen Aufgabe, die über die strafrechtliche Verfolgung der Täter hinausgeht.