Die Bilanz des Mittelmeertiefs bleibt am Abend gravierend. In Solenzara an der Ostküste Korsikas fielen laut den am Mittwoch veröffentlichten Messungen während des gesamten Ereignisses 640,5 Liter Regen pro Quadratmeter; allein in sechs Stunden waren es 538,5 Liter. Dieser Sechs-Stunden-Wert gilt für das französische Festland und Korsika als beispiellos. Ein 65 Jahre alter Mann kam bei Ghisonaccia ums Leben, nachdem sein Geländewagen von Wasser und Schlamm mitgerissen worden war.
Die Niederschläge trafen zuvor auch Gard, Hérault und die Bouches-du-Rhône. Die Folgen reichen damit über die besonders betroffene Insel hinaus: Zwischen Nîmes und Salon-de-Provence bleibt die Verbindung A54-RN113 unterbrochen. Bei Saint-Martin-de-Crau steht die Fahrbahn der RN113 weiter unter Wasser, weshalb die Autobahnverbindung in beiden Richtungen geschlossen wurde.
Die Sperrung betrifft eine wichtige Ost-West-Verbindung zwischen Okzitanien und der Provence sowie den Verkehr Richtung Spanien und Italien. Radio Vinci Autoroutes rät Reisenden zu großräumigen Umfahrungen über A9 und A7; einen Termin für die Wiederöffnung gab es am Mittwochabend noch nicht.