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Frankreich schränkt Demonstrationen für Samstag stark ein

Nach den Ausschreitungen vom 17. Oktober setzen Staat und Präfekturen auf Verbote, Ausgangssperren und einen verstärkten Polizeieinsatz. Die Maßnahmen treffen große Städte ebenso wie einzelne Départements und verschieben die Debatte auf die Grenzen staatlicher Eingriffe in das Demonstrationsrecht.

MorgenausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 23. Oktober 2026 um 06:59 Uhr?

Nach den Gewaltexzessen vom 17. Oktober prägen Sicherheitsauflagen, der Dialog mit Schülervertretungen und die Folgen extremer Wetterereignisse die französische Morgenlage.

Für Samstag, den 24. Oktober, sollen in Frankreich im Grundsatz nur noch von Gewerkschaften organisierte Demonstrationen stattfinden. Präsident Emmanuel Macron verband diese Linie nach einer Sitzung mit den Nachrichtendiensten mit dem Vorwurf, gewaltbereite Gruppen hätten die Mobilisierung vom 17. Oktober genutzt, um die Republik anzugreifen. Zugleich kritisierte er ausländische politische Akteure, die Bilder der Gewalt aus seiner Sicht für eigene Deutungen einsetzen.

Die konkrete Karte der Einschränkungen reicht weit über Paris hinaus: In Marseille und im gesamten Département Bouches-du-Rhône, aber auch in Nizza, Montpellier, Caen, Angoulême und Saint-Étienne sind Versammlungen untersagt. In Paris gilt rund um Les Halles und die Place de la République weiter eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr, während ein Zug von Bastille nach Nation genehmigt wurde.

Die Justiz liefert parallel ein erstes Bild der Untersuchungshaft nach den Krawallen: Laut einer von Le Monde zitierten Note der Chancellerie sind 95 Prozent der Betroffenen Männer, 68 Prozent höchstens 25 Jahre alt. Die nationale Debatte betrifft damit zugleich Sicherheitsversagen, Strafverfolgung und die Verhältnismäßigkeit der neuen Beschränkungen.

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