Fast eine Woche nach der Schussserie in Trappes und La Verrière hat ein Ermittlungsrichter den 39-jährigen Kévin T. formell in einem Terrorverfahren angeklagt. Die nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft wirft ihm Mord und versuchten Mord mit rassistischem Motiv in Verbindung mit einer terroristischen Vereinigung vor. Bei dem Angriff starb ein Mann, sieben Menschen wurden verletzt; mehrere Opfer befanden sich am Donnerstag weiter im Krankenhaus, eines von ihnen in kritischem Zustand.
Die Ermittler stützen die terroristische Einordnung auf die Vorbereitung der Tat und auf die Aussagen des Verdächtigen. Nach Angaben des Antiterrorstaatsanwalts räumte er ein, Menschen ausgewählt zu haben, die er als muslimisch, afrikanisch oder nordafrikanisch wahrnahm; Trappes habe er wegen einer von ihm behaupteten Nähe zu Islamisten ausgesucht. In den beiden betroffenen Yvelines-Städten verbindet sich die juristische Aufarbeitung mit öffentlicher Trauer: In La Verrière und Trappes fanden bereits Kundgebungen gegen Rassismus statt, weitere lokale Zusammenkünfte waren angekündigt.