Das tägliche Briefing · Morgenausgabe · Thema 2 von 3

Parcoursup soll 2028 einem neuen System weichen

Die Regierung will Parcoursup nach einer überarbeiteten Übergangsrunde 2027 im Jahr 2028 ersetzen. Hochschulen begrüßen mehr Transparenz, warnen aber davor, die Platzknappheit mit einem neuen Namen lösen zu wollen.

MorgenausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 30. Oktober 2026 um 06:59 Uhr?

Ein rassistischer Anschlag, die Zukunft des Hochschulzugangs und ein Verfahren gegen Édouard Philippe prägen die Morgenausgabe.

Die angekündigte Ablösung von Parcoursup bleibt eines der zentralen Zugeständnisse der Regierung an die mobilisierten Schülerinnen, Schüler und Studierenden. Für die Kampagne 2027 soll die Plattform zunächst verständlicher werden: Auswahlkriterien der Studiengänge sollen offengelegt, Ablehnungen erklärt und die Orientierung früher im Schulweg verankert werden. Der vollständige Ersatz ist für die Zulassungskampagne 2028 vorgesehen.

Der Zeitplan ist eng. Ein Reformkomitee mit Jugendlichen und Lehrkräften soll bis Ende November erste Vorschläge vorlegen; anschließend könnte für einzelne Änderungen ein Gesetz nötig werden. Diskutiert wird etwa, wie stark Noten aus der Oberstufe zählen und ob die Herkunftsschule in den Bewerbungsunterlagen weiterhin berücksichtigt wird. Gerade bei unterschiedlich strenger Benotung sehen Verantwortliche der Hochschulen darin ein praktisches Problem.

Die Regierung verbindet die Reform mit zusätzlichen Studienplätzen: Zwischen 2027 und 2028 sollen 15.000 Plätze in beruflichen und universitären Studiengängen entstehen. Hochschulvertreter halten diese Kapazitätsfrage für entscheidend, weil die Kritik an Parcoursup auch aus überfüllten und ungleichen Zugangswegen zum Studium entsteht. Der Protest der Jugendorganisationen ist trotz der Zusagen noch nicht beendet.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen