Die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2027 beginnt mit einem Streit über das Verfahren. Gabriel Attal, Kandidat der Partei Renaissance, beharrte am Montag auf einer breiten Vorwahl der Mitte und der Rechten. Der frühere Premierminister argumentiert, ohne eine Bündelung der Kräfte drohe eine Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon. Eine Vorwahl könne die dafür nötige Dynamik schaffen. Auch eine Abstimmung ohne seinen Konkurrenten Édouard Philippe schloss Attal im Gespräch mit TF1 nicht aus. ([lcp.fr](https://lcp.fr/actualites/c-est-ineluctable-gabriel-attal-s-accroche-a-sa-primaire-malgre-le-refus-d-edouard))
Philippe, ebenfalls früherer Premierminister und Kandidat seiner Partei Horizons, hatte am Sonntagabend auf TF1 seine Teilnahme ausgeschlossen. Aus seiner Sicht würde eine solche Abstimmung Politiker zusammenführen, die in wesentlichen Fragen nicht übereinstimmen: Anhänger einer Fortsetzung der Politik Emmanuel Macrons ebenso wie Befürworter einer Annäherung innerhalb der Rechten. Statt einer sofortigen Entscheidung will der Bürgermeister von Le Havre die Kandidaten zunächst ihre Vorschläge vorstellen lassen. Im Februar solle dann jeder seine Verantwortung übernehmen. Attal wiederum setzt sich nach eigenen Angaben bis Anfang 2027 Zeit, um möglichst viele Beteiligte von seiner Vorwahlidee zu überzeugen. ([lcp.fr](https://lcp.fr/actualites/presidentielle-2027-edouard-philippe-ne-veut-pas-de-la-primaire-de-gabriel-attal-444599))