Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez hat bei seiner Anhörung in der Nationalversammlung die Bilanz des 17. Oktober als Scheitern bezeichnet und die Verantwortung dafür übernommen. Nach Angaben von TF1 sagte er zugleich, ein größeres Polizeiaufgebot hätte nicht ausgereicht, um die Geschäfte zu schützen. Am Rand der Proteste und am folgenden Tag war es zu Gewalt und Plünderungen gekommen. ([tf1info.fr](https://www.tf1info.fr/societe/videos/video-je-suis-le-seul-responsable-admet-laurent-nunez-face-a-la-commission-d-enquete-sur-le-17-octobre-22242-2473684.html?utm_source=openai))
Der parlamentarische Untersuchungsausschuss will laut Le Monde klären, wie sich die Behörden vorbereitet hatten und welche Informationen und Mittel ihnen zur Verfügung standen. Untersucht werden sollen auch die Unterrichtung der Bürgermeister durch die Präfekturen, der Einfluss sozialer Medien, die Organisation der Gewalttäter und mögliche Fehler beim Polizeieinsatz. Die Regierung hat bereits eingeräumt, das Ausmaß der Ereignisse unzureichend vorhergesehen zu haben. ([lemonde.fr](https://www.lemonde.fr/politique/article/2026/11/03/violences-commises-le-17-octobre-laurent-nunez-ministre-de-l-interieur-est-auditionne-a-l-assemblee-nationale-ce-mardi_6805560_823448.html?utm_source=openai))
Nuñez hatte Präsident Emmanuel Macron seinen Rücktritt angeboten; der Staatschef lehnte ihn ab. Bei einer Anhörung zum Haushalt am Montag verteidigte der Minister den Einsatz von Granaten und Tränengas. Abgeordnete hatten angesichts schwerer Verletzungen von Jugendlichen und Demonstrierenden gefordert, auf Granaten zu verzichten. Nuñez erklärte, er wolle der Polizei diese Mittel zur Verteidigung nicht nehmen. ([lemonde.fr](https://www.lemonde.fr/politique/article/2026/11/03/violences-commises-le-17-octobre-laurent-nunez-ministre-de-l-interieur-est-auditionne-a-l-assemblee-nationale-ce-mardi_6805560_823448.html?utm_source=openai))