Eine am Montag veröffentlichte Untersuchung zu sexueller Gewalt zeichnet ein belastendes Bild: Von den befragten 18- bis 21-Jährigen berichten fast 22 Prozent von Erlebnissen, die als Vergewaltigung eingeordnet werden können. 63 Prozent geben an, mindestens eine Form sexueller Gewalt erlebt zu haben. Dieser weitere Begriff umfasst in der Studie unterschiedliche Situationen, von der Drohung mit der Verbreitung intimer Bilder bis zu einem erzwungenen sexuellen Akt. ([lemonde.fr](https://www.lemonde.fr/societe/article/2026/11/02/violences-sexuelles-une-nouvelle-enquete-atteste-de-leur-ampleur-chez-les-jeunes_6805319_3224.html))
Für die Untersuchung beantworteten nach Angaben von Le Monde 2.269 junge Erwachsene einen Onlinefragebogen. Die Forschenden fragten nach Handlungen, Umständen und beteiligten Personen statt unmittelbar nach juristischen Begriffen. Die Ergebnisse beruhen auf den Schilderungen der Befragten; sie zählen weder Strafanzeigen noch gerichtliche Verurteilungen. Eine frühere Erkundungsstudie aus dem Jahr 2024 war auf Paris begrenzt und erlaubt laut Le Monde keinen Vergleich der Entwicklung mit den neuen Daten. ([lemonde.fr](https://www.lemonde.fr/societe/article/2026/11/02/violences-sexuelles-une-nouvelle-enquete-atteste-de-leur-ampleur-chez-les-jeunes_6805319_3224.html))
Besonders häufig berichteten junge Menschen mit Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe oder der Jugendgerichtshilfe von sexueller Gewalt. Zeitgleich mit der Veröffentlichung begann nach Angaben von Le Monde die Einführung von Fragebögen zu Wohlbefinden und Sexualität an Schulen. Die Regierung will damit Prävention und Erkennung verbessern; unter Fachleuten für Gesundheit und Kinderschutz ist die Maßnahme umstritten. ([lemonde.fr](https://www.lemonde.fr/societe/article/2026/11/02/violences-sexuelles-une-nouvelle-enquete-atteste-de-leur-ampleur-chez-les-jeunes_6805319_3224.html))