Die Handelskette GiFi wird unter gerichtlicher Aufsicht saniert. Das Handelsgericht Toulouse gab dem Antrag des Unternehmens statt und ordnete eine sechsmonatige Beobachtungsphase an, berichtet die Regionalzeitung La Dépêche. GiFi hatte den Antrag am 23. Oktober gestellt, nachdem die Zahlungsunfähigkeit erklärt worden war. Laut Le Parisien beschäftigt die Kette in ihren französischen Geschäften rund 6.000 Menschen. ([ladepeche.fr](https://www.ladepeche.fr/2026/11/03/gifi-place-en-redressement-judiciaire-par-le-tribunal-de-commerce-de-toulouse-une-periode-dobservation-de-six-mois-est-ouverte-13633175.php?utm_source=openai))
In der Beobachtungsphase sollen die wirtschaftliche und soziale Lage geprüft sowie Vorschläge für eine Fortführung oder eine Übernahme erarbeitet werden. Nach Angaben von La Dépêche betrifft die Entscheidung 513 Geschäfte. Für den 8. Januar 2027 ist eine weitere Anhörung angesetzt: Dann will das Gericht prüfen, ob die finanziellen Mittel für den weiteren Betrieb und die Fortsetzung der Beobachtungsphase ausreichen. ([ladepeche.fr](https://www.ladepeche.fr/2026/11/03/gifi-place-en-redressement-judiciaire-par-le-tribunal-de-commerce-de-toulouse-une-periode-dobservation-de-six-mois-est-ouverte-13633175.php?utm_source=openai))
Die Schwierigkeiten reichen mehrere Jahre zurück. Le Journal des Français verweist auf eine gescheiterte Umstellung des Computersystems im Jahr 2023 und auf die Konkurrenz anderer Billiganbieter sowie von Onlineplattformen. Eine frühere Umstrukturierung führte bereits zur Abgabe von rund 30 Standorten an den Lebensmittelhändler Grand Frais. GiFi-Chef Patrick Puy erklärte vor der Gerichtsentscheidung, das Verfahren habe für sich genommen keine unmittelbaren Folgen für die Beschäftigung; ein neuer Sozialplan sei damit nicht verbunden. ([lejdf.fr](https://lejdf.fr/gifi-place-en-redressement-judiciaire-par-le-tribunal-de-toulouse-194ba6/?utm_source=openai))