Kultur

Cécile Kohler und Jacques Paris planen Buch über ihre Gefangenschaft im Iran

Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich haben Cécile Kohler und Jacques Paris ihren Unterstützerkreis in Niort besucht. Die beiden ehemaligen Gefangenen wollen ihre Erfahrungen aus fast vier Jahren im Iran in einem Buch festhalten.

Niort – 09.08.2026: Cécile Kohler und Jacques Paris wollen über ihre fast vierjährige Gefangenschaft im Iran ein Buch schreiben. Bei einem Treffen mit ihrem Unterstützerkomitee in Niort am Samstag, dem 8. August 2026, sprachen die beiden Franzosen über das Vorhaben. Einen Arbeitstitel gibt es bereits: "Wenn wir zurückkehren, werden wir Zeugnis ablegen."

Kohler und Paris waren im Mai 2022 am Ende einer privaten Iranreise festgenommen worden. Frankreich bezeichnete sie als Staatsgeiseln. Nach mehr als dreieinhalb Jahren Haft wurden sie im Herbst 2025 aus dem Gefängnis entlassen, durften den Iran jedoch zunächst nicht verlassen. Weitere Monate verbrachten sie unter Aufsicht in der französischen Botschaft in Teheran. Am 8. April 2026 kehrten sie nach Frankreich zurück.

Das geplante Buch soll eine Erfahrung in Worte fassen, die lange von Isolation und Ungewissheit bestimmt war: die Enge der Zelle, die erzwungene Abwesenheit vom eigenen Leben, das Warten auf diplomatische Fortschritte. Ein solcher Bericht verlangt den Verfassern viel ab. Zugleich kann er dokumentieren, was hinter den nüchternen Formeln diplomatischer Verlautbarungen verborgen bleibt.

Beide sind Lehrer, Kohler ist zudem Gewerkschafterin. Ihre Verhaftung mobilisierte in Frankreich über Jahre hinweg Angehörige, Kollegen und Menschenrechtsinitiativen. Besonders in der Region um Niort blieb ihr Schicksal präsent. Plakate, Kundgebungen und die beharrliche Arbeit des örtlichen Unterstützerkreises hielten ihre Namen in der Öffentlichkeit, während über die Verhandlungen zu ihrer Freilassung nur wenig nach außen drang.

Nach ihrer Ankunft in Paris wurden Kohler und Paris von ihren Familien begrüßt und anschließend im Élysée-Palast von Präsident Emmanuel Macron empfangen. Das französische Außenministerium erklärte damals, die diplomatischen Bemühungen um ihre Ausreise hätten sich über Monate erstreckt. Der Besuch in Niort führte sie nun zu jenen Menschen zurück, die ihre Freilassung über Jahre öffentlich eingefordert hatten.

Das Buch kann ihrer Geschichte eine persönliche Perspektive geben und die abstrakte Bezeichnung "Staatsgeiseln" mit Erinnerungen und konkreten Erfahrungen füllen. Wie Kohler und Paris ihre Haft literarisch gestalten und ob sie auch die Monate in der Botschaft schildern werden, ist bislang nicht bekannt.

Einen Verlag, einen Erscheinungstermin oder Angaben zum Umfang des Projekts nannten sie bei dem Treffen nicht. Fest steht bislang der Entschluss, selbst von der Gefangenschaft zu erzählen.

Quellen

  • France 3 Nouvelle-Aquitaine
  • Ministère de l'Europe et des Affaires étrangères

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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