Politik & Gesellschaft

CGT beendet Streik beim Pariser Samusocial und spricht von einem Erfolg

Nach fast zwei Monaten endet der Arbeitskampf beim Samusocial de Paris. Die CGT spricht von einem Erfolg, will obdachlose Familien aber weiter unterstützen. Einzelheiten der erzielten Vereinbarungen sind bislang nur teilweise bekannt.

Paris – 20.08.2026: Nach fast zwei Monaten hat die CGT ihren Streik beim Samusocial de Paris beendet. Die Gewerkschaft wertet den Arbeitskampf als Erfolg, will sich jedoch weiterhin für Familien einsetzen, die keine Unterkunft erhalten haben. Der Ausstand ist damit beendet; der Streit über Umfang und Finanzierung der Nothilfe in der Hauptstadtregion dauert an.

Der Streik hatte am 23. Juni begonnen. Beschäftigte des Sozialnotrufs 115 und weiterer Dienste protestierten nach Angaben der CGT gegen die angekündigte Streichung von täglich 861 Hotelübernachtungen. Zudem verlangten sie höhere Löhne, mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen. Die Kürzung der Plätze stand im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Winterhilfsprogramms und strengeren Kriterien für die Vergabe von Notunterkünften.

Für die Beschäftigten hatte diese Entscheidung unmittelbare Folgen: Sie mussten Familien über das Ende ihrer Unterbringung informieren, obwohl häufig keine dauerhafte Alternative bereitstand. Der Arbeitskonflikt verband sich deshalb mit der grundsätzlichen Forderung nach ausreichenden und verlässlichen Unterkünften in der Île-de-France.

Mitte Juli besetzten obdachlose Familien und die Hilfsorganisation Utopia 56 den Vorplatz des Samusocial in der Rue Jean-Baptiste Berlier im 13. Arrondissement. Mit der Aktion machten sie auf Menschen aufmerksam, die über den Notruf keinen Platz erhielten oder ihre bisherige Unterkunft verloren hatten. Die CGT unterstützte die Forderung nach dauerhaften Lösungen.

Anfang August sprach die Stadt Paris von rund 350 Menschen, darunter 140 Kindern, die vor oder in den Räumen des Samusocial übernachteten. Kurz vor der Räumung am 13. August nannten städtische Stellen etwa 400 Betroffene, darunter mindestens 150 Minderjährige. Nach eigenen Angaben brachte die Stadt besonders schutzbedürftige Frauen sowie Familien mit kleinen Kindern teilweise unter. Für die allgemeine Notunterbringung verwies sie jedoch auf die Zuständigkeit des Staates.

Staatliche Stellen ließen das Lager schließlich räumen. Die Pariser Stadtverwaltung kritisierte anschließend, dass keine ausreichenden langfristigen Unterkünfte bereitgestellt worden seien. Auch Verlegungen in andere Regionen seien für Familien mit Schulkindern, medizinischen Terminen oder gewachsenen sozialen Bindungen in Paris vielfach keine gleichwertige Lösung, argumentierte die Gewerkschaft.

Mit dem Ende des Streiks kann der Betrieb des Samusocial wieder regulärer organisiert werden. Welche konkreten Zugeständnisse die CGT erreicht hat, war zunächst nicht umfassend öffentlich dokumentiert. Die Gewerkschaft kündigte an, den Familien ohne Unterkunft verbunden zu bleiben. Die Räumung vom 13. August hat deren Unterbringungsproblem nach Angaben der Stadt nicht dauerhaft gelöst.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ville de Paris
  • Le Monde
  • CGT Santé Action Sociale

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels