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Frankreich

Comeback 2032? Macron hält die Tür zum Élysée offen

Ein Satz, ein Lächeln und plötzlich steht das Jahr 2032 im Raum. Emmanuel Macron hat Spekulationen über seine politische Zukunft neue Nahrung gegeben. In einem Ausschnitt aus einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Variety, der am 25. September veröffentlicht wurde, schließt Frankreichs Präsident eine spätere Rückkehr in den Élysée Palast ausdrücklich nicht aus. Allerdings geht…

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Ein Satz, ein Lächeln und plötzlich steht das Jahr 2032 im Raum.

Emmanuel Macron hat Spekulationen über seine politische Zukunft neue Nahrung gegeben. In einem Ausschnitt aus einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Variety, der am 25. September veröffentlicht wurde, schließt Frankreichs Präsident eine spätere Rückkehr in den Élysée Palast ausdrücklich nicht aus.

Allerdings geht es dabei nicht um die Präsidentschaftswahl 2027.

Das ist der entscheidende Unterschied.

Macrons zweite Amtszeit endet im Mai 2027. Bei der anschließenden Wahl darf er nicht erneut antreten, denn Artikel 6 der französischen Verfassung begrenzt die Amtszeit eines Präsidenten auf höchstens zwei aufeinanderfolgende Mandate. Macron, 2017 erstmals gewählt und 2022 im Amt bestätigt, muss den Präsidentenpalast deshalb verlassen.

Doch die Verfassung sagt eben nicht, dass ein Präsident insgesamt nur zweimal amtieren darf.

Nach einer Unterbrechung wäre eine erneute Kandidatur grundsätzlich möglich. Für Macron öffnet sich damit theoretisch 2032 wieder eine Tür.

Und genau diese Tür lässt er nun einen Spaltbreit offen.

Auf die Frage nach einer möglichen späteren Kandidatur erinnerte Macron zunächst an die verfassungsrechtliche Lage. Seine Amtszeit ende im kommenden Mai, anschließend würden die Franzosen jemand anderen wählen. Dann folgte jener Satz, der in Frankreich für Aufmerksamkeit sorgt: Er schließe nichts aus. Eine Rückkehr sei zwar eher ungewöhnlich, doch man werde sehen.

Dazu fügte Macron beinahe filmreif hinzu, das Leben sei manchmal erfinderischer als das Kino.

Ein hübscher Satz für ein Interview mit Variety – und politisch ziemlich geschickt.

Denn eine Kandidatur kündigt Macron damit keineswegs an. Zwischen dem Herbst 2026 und einer Präsidentschaftswahl 2032 liegen schließlich mehr als fünf Jahre, eine komplette Amtszeit eines anderen Staatsoberhauptes und vermutlich politische Entwicklungen, die heute niemand seriös vorhersehen dürfte.

Warum also überhaupt darüber sprechen?

Gerade darin liegt der Reiz dieser kleinen Episode. Macron war bei seiner ersten Wahl 2017 gerade einmal 39 Jahre alt. Im Jahr 2032 wäre er 54. Für einen ehemaligen Staatspräsidenten wäre das keineswegs ein Alter, in dem zwangsläufig der politische Ruhestand mit Pantoffeln und Gartenarbeit ruft.

Bemerkenswert wirkt die Äußerung zudem vor dem Hintergrund früherer Aussagen Macrons. Noch vor wenigen Monaten klang seine Zukunftsplanung deutlich endgültiger. Damals erklärte er sinngemäß, vor seiner Präsidentschaft keine politische Karriere verfolgt zu haben und nach ihr ebenfalls keine anzustreben.

Nun klingt das Ganze plötzlich etwas anders.

Sein Umfeld versucht allerdings, die Bedeutung der Worte kleinzuhalten. Gegenüber Le Parisien hieß es, Macrons Äußerung enthalte nichts Neues. Tatsächlich bleibt der Präsident ausgesprochen vorsichtig. Er verspricht nichts, kündigt nichts an und beginnt schon gar keinen Wahlkampf für 2032.

Aber er sagt eben auch nicht Nein.

Und manchmal reicht in der Politik genau das, um eine Geschichte ins Rollen zu bringen.

Frankreich steht zunächst vor einer ganz anderen Frage: Wer zieht 2027 in den Élysée Palast ein? Macron muss nach zehn Jahren Präsidentschaft Platz machen. Mindestens fünf Jahre lang schreibt jemand anderes die politische Geschichte des Landes.

Was danach geschieht?

Um es mit Macron zu sagen: Das Leben besitzt bisweilen mehr Fantasie als ein Film.

Ein Artikel von M. Legrand

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