Aktuell

Cyberangriff trifft Dienstleister der Region Hauts-de-France

Nach einem Angriff auf Atexo und Docaposte könnten persönliche Daten aus regionalen Hilfsprogrammen abgeflossen sein. Die Region hat Plattformen geschlossen und Anzeige erstattet.

Lille – 04.10.2026: Nach einem Cyberangriff auf zwei Dienstleister der Region Hauts-de-France könnten persönliche Daten von mehreren Tausend Menschen in die Hände Unbefugter gelangt sein. Betroffen sind nach Angaben der Regionalverwaltung die Unternehmen Atexo und Docaposte, die Daten für öffentliche Angebote verarbeiten. Wie viele Personen tatsächlich betroffen sind, wird noch untersucht.

Zu den möglicherweise eingesehenen Informationen gehören Namen, Vornamen, E-Mail-Adressen und weitere Identifikationsdaten. Nach Angaben der Region könnten auch Bankverbindungen offengelegt worden sein. Noch ist allerdings nicht abschließend geklärt, welche Datensätze kopiert oder weitergegeben wurden. Die Verwaltung nennt deshalb bislang weder eine bestätigte Zahl der Betroffenen noch einen vollständigen Katalog der kompromittierten Daten.

Atexo entwickelt digitale Lösungen für öffentliche Verwaltungen. Docaposte, eine Tochtergesellschaft der französischen Postgruppe La Poste, bietet unter anderem digitale Dienste und Datenverarbeitung an. Der Angriff betrifft nach bisherigem Kenntnisstand Systeme dieser Dienstleister, auf denen Informationen aus regionalen Förder- und Unterstützungsangeboten gespeichert waren. Hinweise darauf, dass die internen Systeme der Regionalverwaltung selbst angegriffen wurden, liegen in der öffentlichen Darstellung bislang nicht vor.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls ließ die Region die betroffenen Onlineplattformen vorsorglich schließen. Sie begann zudem, Nutzerinnen und Nutzer zu benachrichtigen, deren Daten gefährdet sein könnten, und erstattete Anzeige. Die technischen Untersuchungen sollen nun den Angriffsweg, den Umfang eines möglichen Datenabflusses und die betroffenen Angebote bestimmen. Offen ist auch, wie lange sich Unbefugte Zugang zu den Systemen verschaffen konnten.

Im Internet kursiert die Behauptung, mehr als 700.000 Menschen seien betroffen. Diese Zahl ist bislang nicht unabhängig bestätigt. Die Regionalverwaltung macht dazu keine eigenen Angaben und verweist auf die laufenden Prüfungen. Die Meldung lässt sich daher weder als gesicherte Größenordnung noch als belastbare Zahl tatsächlich entwendeter Datensätze behandeln.

Für Betroffene besteht vor allem die Gefahr gezielter Betrugsversuche. Kriminelle können bereits bekannte Angaben nutzen, um E-Mails, Kurznachrichten oder Anrufe glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die staatliche Plattform Cybermalveillance.gouv.fr rät dazu, unerwartete Aufforderungen besonders sorgfältig zu prüfen. Passwörter, Bankdaten und Ausweiskopien sollten nicht über Links oder auf telefonische Bitte übermittelt werden.

Wer eine Nachricht im Namen der Region oder eines Dienstleisters erhält, sollte den Absender nicht über die darin genannten Kontaktdaten prüfen, sondern eine bekannte offizielle Internetseite oder Telefonnummer verwenden. Besondere Vorsicht gilt bei angeblich geänderten Bankverbindungen, dringenden Zahlungsaufforderungen und Anfragen nach Zugangscodes. Die Region hat noch keinen Zeitpunkt genannt, zu dem die Untersuchung abgeschlossen sein soll.

Quellen

  • Franceinfo
  • 20 Minutes mit AFP
  • Cybermalveillance.gouv.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels