Punta Pizzo bei Gallipoli – 23.08.2026: Eine deutsche Urlauberin und ihre zwölfjährige Tochter sind nahe der süditalienischen Küstenstadt Gallipoli durch den Angriff eines wilden Tieres verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 20. August in einem Piniengebiet bei einer Unterkunft in Punta Pizzo. Zeugen hielten das Tier für einen Wolf; eine abschließende Bestimmung steht jedoch noch aus.
Mutter und Tochter wurden im Krankenhaus Vito Fazzi in Lecce behandelt. Beide konnten die Klinik nach den Untersuchungen wieder verlassen. Nach Angaben italienischer Medien veranschlagten die Ärzte die Heilungsdauer auf jeweils 14 Tage. Lebensgefahr bestand demnach nicht.
Ein 47 Jahre alter Mann eilte den beiden nach ihren Hilferufen zu Hilfe und versuchte, das Tier fernzuhalten. Dabei wurde auch er verletzt. Seiner Schilderung zufolge biss ihn das Tier wiederholt und hielt sich trotz seiner Gegenwehr weiter in der Nähe auf. Nach der Behandlung im Krankenhaus von Gallipoli wurde der Helfer entlassen; die Ärzte rechneten bei ihm mit einer Heilungsdauer von fünf Tagen.
Die Carabinieri untersuchen den Ablauf des Angriffs und suchen nach dem Tier. Mit Genehmigung der Staatsanwaltschaft soll ein Veterinär Kleidungsstücke der Verletzten auf biologisches Material prüfen. Die Analyse könnte klären, ob tatsächlich ein Wolf, ein Hund oder möglicherweise ein Mischling angegriffen hat. Bis ein Ergebnis vorliegt, bleibt die Tierart offen.
In der Umgebung von Gallipoli wurden die Kontrollen nach dem Vorfall ausgeweitet. Carabinieri, kommunale Stellen und Forstpersonal suchen in den Übergangszonen zwischen Waldflächen, Hotelanlagen und bebauten Gebieten nach Spuren. Zudem kamen Fotofallen zum Einsatz. Anlass dafür waren auch weitere Berichte über ein auffälliges Tier in der Nähe touristischer Anlagen an der apulischen Küste.
Die Behörden nehmen die Ungewissheit besonders ernst, weil Gallipoli im August stark besucht ist. Punta Pizzo liegt südlich der Stadt in einem von Pinienwald und Küstenlandschaft geprägten Gebiet, in dem Ferienunterkünfte und Naturflächen eng beieinanderliegen. Die Suche betrifft daher sowohl den Schutz von Einwohnern und Urlaubern als auch den fachgerechten Umgang mit einem möglicherweise wilden Tier.
Aus Apulien waren im August bereits weitere Sichtungen und Zwischenfälle gemeldet worden, bei denen mutmaßliche Wölfe eine Rolle spielten. Die italienische Umweltbehörde ISPRA weist darauf hin, dass auffälliges oder aggressives Verhalten einzelner Wölfe fachlich bewertet werden müsse. Im Fall von Punta Pizzo soll zunächst die Untersuchung der gesicherten biologischen Spuren eine belastbare Grundlage für weitere Maßnahmen schaffen.
Quellen
- Franceinfo
- Rai News Puglia
- TGCOM24
- ISPRA
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).