Wirtschaft

Dieselpreis in Frankreich erreicht Rekord von rund 2,41 Euro

Diesel kostet im landesweiten Durchschnitt rund 2,41 Euro je Liter. Die Regierung berät am Montag über weitere gezielte Hilfen für besonders belastete Berufstätige.

Paris – 20.09.2026: Der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel hat in Frankreich am Sonntag rund 2,41 Euro erreicht. Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage staatlicher Tankstellendaten zufolge ist das ein neuer Höchststand. Gegenüber Samstag stieg der landesweite Mittelwert noch einmal um etwa einen halben Cent und übertraf damit die bisherigen Rekordwerte aus dem Frühjahr 2026.

Grundlage der Berechnung sind die Verkaufspreise, die Tankstellen an das staatliche Portal Prix-carburants.gouv.fr melden. Der dort verfügbare Datenbestand wird fortlaufend aktualisiert. Davon zu unterscheiden ist die offizielle Wochenstatistik des zuständigen Ministeriums: Sie erscheint jeweils montags und gibt die am vorhergehenden Freitag erhobenen Durchschnittspreise wieder. Der Sonntagswert ist daher eine aktuelle Momentaufnahme, noch kein amtlicher Wochenwert.

Die Preise waren bereits seit Anfang September deutlich gestiegen. Am 18. September überschritt der Durchschnittspreis für Diesel Medienberichten zufolge erstmals 2,39 Euro je Liter. Als wesentlicher Grund gilt die Verteuerung von Erdölprodukten infolge der Spannungen im Nahen Osten. Frankreich bezieht Rohöl und raffinierte Mineralölprodukte zu einem erheblichen Teil vom Weltmarkt; internationale Preissprünge schlagen deshalb auf die Kosten an den Zapfsäulen durch.

Besonders spürbar ist der Anstieg für Pendler und Beschäftigte in ländlichen Gebieten, die kaum auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen können. Bei einem Preis von 2,41 Euro kostet eine Füllung von 50 Litern 120,50 Euro. Verglichen mit einem Literpreis von zwei Euro sind das 20,50 Euro mehr. Für Haushalte mit mehreren langen Arbeitswegen summiert sich die zusätzliche Belastung rasch.

Die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu will am Montag, dem 21. September, über weitere Hilfen beraten. Nach den bisherigen Angaben soll die Unterstützung für Berufstätige mit besonders hohem Fahrbedarf nicht wie vorgesehen Ende September auslaufen. Wie lange sie verlängert wird, wer sie beanspruchen kann und wie sie finanziert werden soll, ist bislang offen.

Für besonders betroffene Wirtschaftszweige wurden bereits Entlastungen fortgeführt. Unternehmen des Bau- und Tiefbaus erhalten weiterhin eine Unterstützung von 20 Cent je Liter für Dieselkraftstoff, der nicht im Straßenverkehr eingesetzt wird. Für Landwirte sind 15 Cent je Liter vorgesehen. Private Autofahrer können diese branchenspezifischen Hilfen nicht beanspruchen.

Mit dem neuen Rekord wächst der Druck auf die Regierung, ihre auf begrenzte und zielgerichtete Zuschüsse ausgerichtete Linie zu verteidigen. Oppositionspolitiker und Interessenverbände verlangen weiter reichende Eingriffe, darunter Steuersenkungen oder Preisdeckel. Eine erste amtliche Vergleichsgröße liefert die Wochenstatistik des Ministeriums am Montag.

Quellen

  • Franceinfo
  • Prix des carburants gouv.fr
  • Ministerium für ökologischen Wandel
  • AFP
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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