Paris – 20.09.2026: Der Preis für einen Liter Diesel ist in Frankreich am Sonntag auf durchschnittlich fast 2,41 Euro gestiegen und hat damit einen neuen Höchststand erreicht. Eine Auswertung der auf der staatlichen Plattform Prix-carburants.gouv.fr veröffentlichten Tankstellenpreise ergab am Vormittag einen Mittelwert von 2,4097 Euro. Auch Super 95-E10, der meistverkaufte Benzinkraftstoff des Landes, lag mit mehr als 2,17 Euro je Liter auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.
Die Verteuerung trifft Autofahrer, Berufspendler und Unternehmen mit großen Fahrzeugflotten unmittelbar. Eine Tankfüllung von 50 Litern Diesel kostet zum landesweiten Durchschnittspreis nun rund 120 Euro. Je nach Region, Vertriebsmodell und Tankstelle können die verlangten Beträge allerdings deutlich abweichen. Der Mittelwert zeigt dennoch, dass sich der Preisanstieg nicht auf einzelne besonders teure Stationen beschränkt.
Mit Aufmerksamkeit wird deshalb der Handelsbeginn am Ölmarkt in der Nacht zum Montag, 21. September, verfolgt. Der Preis für ein Barrel Rohöl beeinflusst die Einkaufskosten der Mineralölwirtschaft, schlägt sich jedoch weder unmittelbar noch vollständig an den Zapfsäulen nieder. Tankstellen verkaufen zunächst Kraftstoff aus vorhandenen Beständen, der zuvor zu anderen Konditionen beschafft wurde. Auch Wechselkurse sowie die Preise für bereits verarbeitete Mineralölprodukte spielen eine Rolle.
Der Endpreis an der Zapfsäule besteht zudem aus mehreren Komponenten. Neben den Kosten für Rohöl und Raffinerie fließen Transport, Lagerung und Vertrieb ein. Hinzu kommen die Verbrauchsteuer auf Energieerzeugnisse und die Mehrwertsteuer. Selbst sinkende Rohölnotierungen führen daher nicht zwangsläufig zu einer sofortigen Entlastung. Umgekehrt können höhere Großhandelspreise für Diesel die Rechnungen der Tankstellen auch dann verteuern, wenn sich der Rohölmarkt zwischenzeitlich beruhigt.
Die genannte Marke von 2,60 Euro je Liter ist bislang keine landesweit gemessene Realität. Sie beschreibt vielmehr ein mögliches Preisniveau für den Fall, dass sich die Verteuerung fortsetzt. Belegt ist derzeit ein Durchschnitt von knapp über 2,40 Euro. Aussagen über einen weiteren Anstieg hängen damit von der Entwicklung der Rohöl- und Großhandelspreise sowie von der Geschwindigkeit ab, mit der neue Lieferkosten in den Verkaufspreisen ankommen.
Die staatliche Vergleichsplattform veröffentlicht die von mehreren Tausend Verkaufsstellen gemeldeten Preise und ermöglicht Verbrauchern eine Suche nach günstigen Angeboten in ihrer Umgebung. Der am Sonntag berechnete Dieselwert übertraf bereits den Höchststand des Vortages. Für Haushalte, die im Alltag auf das Auto angewiesen sind, ist damit binnen kurzer Zeit eine weitere konkrete Mehrbelastung entstanden.
Quellen
- Franceinfo
- RTL mit Daten von Prix-carburants.gouv.fr
- Prix-carburants.gouv.fr
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).