Porte de Clichy – 27.07.2026: Ein mit zwei Küchenmessern bewaffneter Mann hat am Montagvormittag im Nordwesten von Paris drei Frauen angegriffen. Die Tat ereignete sich kurz nach 11.30 Uhr an der Porte de Clichy im 17. Arrondissement, einem stark frequentierten Verkehrsknoten mit Anschlüssen an Metro, Straßenbahn und Vorortzüge. Die Verletzten sind 19, 24 und 36 Jahre alt. Rettungskräfte brachten alle drei in Krankenhäuser.
Zwei der Frauen erlitten schwere Verletzungen und wurden als medizinische Notfälle behandelt. Eine von ihnen wurde im Lendenbereich getroffen, die andere am Bauch, wie Innenminister Laurent Nuñez nach der Sitzung des Ministerrats mitteilte. Nach seinem damaligen Kenntnisstand schwebte keine der Verletzten in Lebensgefahr. Die dritte Frau kam mit leichteren Verletzungen davon. Nähere Angaben zu ihrer Behandlung veröffentlichten die Behörden zunächst nicht.
Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur kurz nach der Tat festgenommen. Ein dienstfreier Beamter der Präfektur stellte den Mann; Passanten halfen demnach dabei, ihn zu überwältigen. Die Polizei sperrte den Bereich um den Tatort ab und sicherte Spuren. Die Metrostation Porte de Clichy wurde am Mittag vorübergehend nicht bedient. Welche Einschränkungen darüber hinaus für den Verkehr bestanden, blieb zunächst offen.
Über den Festgenommenen lagen am Abend nur wenige gesicherte Informationen vor. Laut Innenminister gab er bei seiner Festnahme eine Identität an und äußerte sich wirr. Rückschlüsse auf seine Herkunft, seinen persönlichen Hintergrund oder ein mögliches Motiv lassen sich daraus nicht ziehen. Die Ermittlungen müssen klären, wie der Angriff ablief, ob der Mann die Frauen kannte und woher die beiden Messer stammten.
Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen auf. Die nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft verfolgte die Entwicklung nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, hatte das Verfahren zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht übernommen. Damit gab es zunächst keine behördliche Bestätigung für einen terroristischen Hintergrund. Auch zu möglichen Beziehungen zwischen dem Verdächtigen und den Opfern machten die Ermittler keine Angaben.
Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire sprach den Verletzten und ihren Angehörigen seine Anteilnahme aus. Zugleich dankte er dem dienstfreien Polizisten für dessen Eingreifen. Geoffroy Boulard, Bürgermeister des 17. Arrondissements, würdigte ebenfalls den Einsatz des Beamten und der beteiligten Passanten. Am Abend wurden die drei Frauen weiterhin medizinisch versorgt; neue Angaben zu ihrem Zustand lagen nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur der Polizei Paris via AFP
- Innenministerium Frankreich via AFP
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).