Pomas – 05.09.2026: Rund 15 Haushalte in unmittelbarer Nähe des schwer beschädigten Schlosses von Pomas müssen ihre Häuser binnen 24 Stunden verlassen. Wie Franceinfo berichtet, besteht die Gefahr, dass Teile des historischen Gebäudes auf angrenzende Wohnhäuser stürzen. Die Behörden ordneten die Räumung an, nachdem der Tornado vom 24. August das Schloss erheblich geschwächt hatte.
Das Gebäude steht auf einer Anhöhe am Rand des Ortskerns im Département Aude. Teile der Anlage stammen aus dem 15. Jahrhundert, später wurde sie mehrfach erweitert. Der Wirbelsturm richtete schwere Schäden an dem Bau an. Bereits in den Tagen nach dem Unwetter konnten deshalb mehrere Häuser in der unmittelbaren Gefahrenzone nicht abschließend begutachtet werden.
Die Evakuierung gilt nicht für die gesamte Gemeinde, sondern für jene Wohnhäuser, die dem Schloss besonders nahe liegen. Für die Betroffenen bedeutet die kurze Frist, rasch eine Unterkunft zu finden und persönliche Dinge aus ihren Wohnungen zu holen. Die Anordnung soll sie vor herabfallendem Mauerwerk oder einem Teileinsturz schützen. Wie lange sie ihre Häuser nicht betreten dürfen, ist bislang offen.
Pomas war am Montag, 24. August, am späten Nachmittag von einem außergewöhnlich starken Tornado getroffen worden. Die Präfektur des Départements Aude veröffentlichte anschließend fortlaufend Lageberichte über Sicherungsarbeiten und Hilfen für die Einwohner. Nach ihrem Stand vom 1. September waren 387 Wohnhäuser in der Gemeinde beschädigt, 47 davon galten als unbewohnbar. Fünf Häuser nahe dem Schloss waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht untersucht worden.
Unmittelbar nach dem Unwetter versorgten Rettungskräfte Verletzte und sicherten beschädigte Dächer, Fassaden und Verkehrswege. Seither konzentrieren sich die Behörden auf die Begutachtung der Gebäude, die Unterstützung der Geschädigten und die Wiederherstellung der kommunalen Infrastruktur. Da auch die Schule von Pomas beschädigt wurde, begann das neue Schuljahr für die Kinder in provisorischen Räumen.
Die Evakuierung macht deutlich, wie sich die Gefahrenlage nach einem solchen Unwetter noch verändern kann. Zunächst stehen akute Rettung und die Sicherung offenkundig beschädigter Gebäude an; erst eingehendere Untersuchungen können offenbaren, welche Bauteile ihre Tragfähigkeit verloren haben und welche Nachbarhäuser bedroht sind. Am Schloss ist inzwischen gerade dieses Risiko für die Umgebung ausschlaggebend.
Für die Gemeinde kommt die Räumung in einer Phase, in der der Wiederaufbau bereits begonnen hat. Zugleich bleibt ein Teil des Ortskerns von Absperrungen, Prüfungen und vorläufigen Unterkünften geprägt. Maßgeblich für die Rückkehr der evakuierten Bewohner ist nun die bauliche Sicherung des Schlosses. Bis dahin gilt die von den Behörden angeordnete Sperrung der gefährdeten Häuser.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur des Départements Aude
- La Semaine des Pyrénées
- Inventar des Kulturerbes der Region Okzitanien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).