Besançon – 08.09.2026: Nach den heftigen Hagelstürmen Ende August sind Karosserie- und Kraftfahrzeugbetriebe im Département Doubs stark ausgelastet. Besonders betroffen sind Orte zwischen Besançon und Baume-les-Dames. Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu acht Zentimetern beschädigten Dächer, Motorhauben, Scheiben und Seitenteile zahlreicher Fahrzeuge. Autobesitzer müssen nach Angaben aus der Region teilweise mehrere Wochen auf einen Werkstatttermin warten.
Der Gewittersturm vom 27. August traf unter anderem Pouligney-Lusans und Le Puy. Dort verzeichneten Handwerksbetriebe unmittelbar danach eine große Zahl von Hilferufen. Neben Autos wurden Dächer, Dachfenster und Fassaden beschädigt. Die Unternehmen mussten ihre Einsätze kurzfristig neu ordnen und konnten wegen der vielen gleichzeitigen Anfragen nicht überall sofort helfen.
In den Karosseriebetrieben wächst der Arbeitsstau zusätzlich, weil jedes Fahrzeug zunächst begutachtet werden muss. Erst danach lassen sich Reparaturen planen, Ersatzteile beschaffen und Spezialarbeiten einplanen. Bei oberflächlichen Hageldellen kommt häufig lackschonendes Ausbeulen infrage. Sind jedoch Scheiben, Leuchten oder tragende Teile der Karosserie beschädigt, steigt der Aufwand erheblich. Bis zur Untersuchung ist zudem oft unklar, ob ein Auto weiterhin sicher genutzt werden kann.
Die hohe Nachfrage fordert zugleich Gutachter und Versicherungen. Bei einem außergewöhnlich großen regionalen Schadenaufkommen können sich Besichtigungen, Freigaben und Reparaturen verzögern. Fahrzeughalter sollten ihre Schäden daher rasch dokumentieren und dem Versicherer melden. Ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden, richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag. Für Hagelschäden an Fahrzeugen ist in der Regel ein entsprechender Kaskoschutz erforderlich.
Auch Gebäudeeigentümer müssen ihren Versicherungsschutz prüfen. Die Präfektur des Doubs erläuterte nach dem Unwetter, dass Hagelschäden nicht über das französische Katastrophenregime abgewickelt werden. Dieser gesetzliche Mechanismus betrifft grundsätzlich Naturereignisse, deren Folgen nicht auf gewöhnlichem Weg versicherbar sind. Bei Hagel sind dagegen üblicherweise die abgeschlossenen Gebäude- und Fahrzeugversicherungen maßgeblich.
Für die örtlichen Betriebe bedeutet das Unwetter eine doppelte Belastung. Karosseriebauer bearbeiten Fahrzeuge mit zahlreichen Einschlägen, während Dachdecker zunächst beschädigte Häuser gegen eindringendes Wasser sichern müssen. Diese dringenden Aufträge kommen zu bereits vereinbarten Terminen und regulären Reparaturen hinzu. Dadurch verschieben sich Arbeiten, die keinen unmittelbaren Schutz vor weiteren Schäden erfordern.
Die Folgen des Sturms werden die Handwerksbetriebe noch über Wochen beschäftigen. Nach provisorischen Sicherungen und der Erfassung durch Versicherer oder Gutachter beginnen erst die eigentlichen Reparaturen. Für viele Betroffene ist deshalb die Terminbestätigung der Werkstatt der nächste konkrete Schritt auf dem Weg zur Instandsetzung.
Quellen
- Franceinfo
- L'Est Républicain
- Präfektur des Doubs
- Allianz Frankreich
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).