Politik & Gesellschaft

Elf Verletzte nach Hornissenangriff bei Geländelauf an der Loire

Bei einem Geländelauf in Saint-Maurice-en-Gourgois wurden rund 20 Teilnehmer von Asiatischen Hornissen gestochen. Elf Menschen brauchten medizinische Hilfe, ein Läufer wurde nach einer schweren allergischen Reaktion per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Saint-Maurice-en-Gourgois – 05.10.2026: Ein Geländelauf durch die Wälder des Départements Loire ist am Sonntag von einem schweren Zwischenfall überschattet worden. Beim Trail Gargomançois in Saint-Maurice-en-Gourgois wurden nach übereinstimmenden Medienberichten rund 20 Teilnehmer von Asiatischen Hornissen gestochen. Elf Betroffene mussten vom medizinischen Dienst der Veranstaltung und weiteren Einsatzkräften versorgt werden.

Ein Läufer erlitt nach den Stichen eine schwere allergische Reaktion und verlor das Bewusstsein. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Saint-Étienne gebracht. Zunächst stuften die Helfer seinen Zustand als lebensbedrohlich ein. Nach Angaben des Veranstalters stabilisierte er sich später. Seine Identität wurde nicht veröffentlicht.

Der Angriff ereignete sich während des Trail Gargomançois, einer Laufveranstaltung auf Naturwegen rund um die Gemeinde. Den Berichten zufolge waren etwa 430 Sportler angemeldet. Die Tiere griffen mehrere Läufer auf einem Abschnitt der Strecke an. Ob sich ein Nest unmittelbar am Weg befand und wodurch die Hornissen aufgeschreckt wurden, war zunächst nicht geklärt.

Für die Helfer bedeutete der Vorfall, zahlreiche Verletzte in teils unwegsamem Gelände versorgen zu müssen. Neben dem Arzt der Veranstaltung waren Freiwillige der Hilfsorganisation Croix-Blanche im Einsatz. Insgesamt erhielten elf Menschen medizinische Hilfe. Belastbare Angaben zu weiteren Einweisungen in Krankenhäuser lagen zunächst nicht vor. Die Organisatoren kümmerten sich um die Betroffenen und sicherten den betroffenen Streckenabschnitt.

Eine der betroffenen Personen berichtete Franceinfo später, sie sei mehrfach am Kopf gestochen worden. Solche Schilderungen lassen erkennen, wie unvermittelt der Angriff die Läufer traf. In einer Gruppe kann zudem schwer zu erkennen sein, woher die Tiere kommen und wie sich weitere Stiche vermeiden lassen, ohne andere Teilnehmer zu gefährden.

Asiatische Hornissen, auch Gelbfußhornissen genannt, können mehrfach stechen. Nach Angaben der französischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz ANSES sind eine große Zahl von Stichen, Treffer im Mund- und Rachenraum sowie allergische Reaktionen besonders gefährlich. Eine schwere Allergie kann bereits nach einem einzelnen Stich auftreten und binnen kurzer Zeit Kreislauf- oder Atemprobleme verursachen.

Die aus Südostasien stammende Art ist in Frankreich inzwischen weit verbreitet. Bekämpft wird sie vor allem wegen ihrer Folgen für Honigbienen und andere Bestäuber. Für Menschen besteht das größte Risiko in der Nähe eines Nestes, das die Tiere mitunter gemeinsam verteidigen. Fachleute raten deshalb, entdeckte Nester nicht selbst zu beseitigen. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Kreislaufbeschwerden ist unverzüglich der Notruf zu verständigen. Der schwer verletzte Läufer befand sich nach Angaben des Veranstalters am Sonntagabend in stabilem Zustand.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien
  • Ouest-France
  • ANSES

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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