Wirtschaft

Ferien im eigenen Land: Frankreichs Landschaften werden zum Standortvorteil

Ein Bilderquiz von Franceinfo greift die wachsende Nachfrage nach Urlaub im eigenen Land auf. Hohe Preise, begrenzte Budgets und geopolitische Unsicherheit stärken 2026 den französischen Inlandstourismus.

Paris – 22.08.2026: Eine Küste, die an ferne Inseln erinnert, ein Gebirge wie aus einem anderen Erdteil: Franceinfo stellt in einem neuen Bilderquiz zehn Aufnahmen aus dem französischen Mutterland vermeintlich exotischen Reisezielen gegenüber. Das unterhaltsame Format berührt einen wirtschaftlich relevanten Trend. Viele Franzosen wollen ihre Ferien 2026 im eigenen Land verbringen – aus Interesse an dessen landschaftlicher Vielfalt, aber auch wegen steigender Kosten und internationaler Krisen.

Einer Ifop-Erhebung vom April zufolge planten 68 Prozent der Befragten für den Sommer mindestens eine Ferienreise von einer Woche. Von diesen potenziellen Reisenden bevorzugten 71 Prozent ein Ziel in Frankreich. Am stärksten gefragt waren die Küstenregionen; dahinter folgten Ziele im Landesinneren, die eigene Region und die Berggebiete. Für Hotels, Campingplätze, Ferienwohnungen und gastronomische Betriebe ist diese Nachfrage ein wichtiger Faktor im Sommergeschäft.

Die Reiseentscheidungen stehen unter erheblichem Kostendruck. 73 Prozent der Befragten rechneten mit Ausgaben von weniger als 2.000 Euro. Rund die Hälfte derjenigen, die verreisen wollten, plante nach Angaben des Instituts, das Urlaubsbudget zu kürzen. Als mögliche Anpassungen nannten die Teilnehmer vor allem kürzere Aufenthalte, geringere Entfernungen und weniger Reisen. Urlaub innerhalb Frankreichs kann dabei die Anfahrt vereinfachen, schützt Reisende jedoch nicht vor hohen Preisen für Unterkunft, Verpflegung oder Freizeitangebote.

Neben dem Budget beeinflusst die internationale Lage die Wahl des Reiseziels. In einer gesonderten Befragung von Europ Assistance und Ipsos bezeichneten 55 Prozent der Urlauber das Risiko bewaffneter Konflikte als wichtiges Kriterium. 78 Prozent gaben an, die Inflation wirke sich auf ihre Reisepläne aus. Unter den bereits Entschlossenen wollten 68 Prozent wenigstens einen Teil ihrer Ferien in Frankreich verbringen.

Der Tourismus besitzt für die französische Wirtschaft beträchtliches Gewicht. Atout France zählte 2025 rund 102 Millionen internationale Besucher. Die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus stiegen gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 77,5 Milliarden Euro. Der gesamte touristische Konsum im Inland erreichte nach Angaben der staatlichen Tourismusagentur 222 Milliarden Euro. Damit treffen ein starker internationaler Zustrom und eine hohe Binnennachfrage aufeinander.

Das Quiz bietet weder Preisvergleiche noch Hinweise zu Verkehr und Auslastung. Es macht jedoch anschaulich, womit Frankreich im Wettbewerb um Reisende wirbt: sehr unterschiedliche Landschaften innerhalb kurzer bis mittlerer Distanzen. Mehr als die Hälfte der jährlichen Übernachtungen französischer Reisender entfiel 2025 laut Atout France auf Auvergne-Rhône-Alpes, Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur und Nouvelle-Aquitaine.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ifop
  • Atout France
  • Ipsos und Europ Assistance

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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