Saint-Denis – 11.08.2026: Frankreich hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Saint-Denis seine erste Goldmedaille gewonnen. Mary-Ambre Moluh, Carl Aitkaci, Maxime Grousset und Marie Wattel siegten im Finale der Mixed-Staffel über 4×100 Meter Lagen in 3:39,64 Minuten. Damit verbesserte das Quartett zugleich den französischen Rekord. Die Niederlande belegten in 3:40,92 Minuten den zweiten Platz, Russland wurde in 3:41,52 Minuten Dritter.
Die französische Aufstellung wich deutlich von der Reihenfolge vieler Konkurrenten ab. Moluh eröffnete als Frau auf der Rückenstrecke gegen männliche Startschwimmer anderer Teams. Nach 100 Metern lag Frankreich zwar nur an siebter Stelle, doch mit 57,99 Sekunden hielt die 20-Jährige den Rückstand in Grenzen. Brustschwimmer Carl Aitkaci stabilisierte anschließend die Position und übergab ebenfalls als Siebter an Grousset.
Auf der Schmetterlingsstrecke veränderte sich das Rennen grundlegend. Grousset legte seine 100 Meter in 49,66 Sekunden zurück und verwandelte den französischen Rückstand in eine Führung. Der 27-Jährige zog an mehreren Staffeln vorbei und schickte Wattel mit Vorsprung auf den letzten Abschnitt. Die riskante Verteilung der männlichen und weiblichen Schwimmer auf die vier Lagen zahlte sich damit an der entscheidenden Stelle aus.
Wattel musste den Vorsprung auf der Freistilstrecke gegen die heranrückenden Niederländer und die russische Auswahl verteidigen. Sie schwamm ihren Abschnitt in 52,94 Sekunden und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Hinter ihr rückten die Niederlande auf der Schlussbahn noch vom vierten auf den zweiten Platz vor. Frankreich rettete jedoch einen Vorsprung von 1,28 Sekunden ins Ziel.
Die Staffel verband vier unterschiedliche Stärken. Moluh hielt das Team trotz der ungünstigen direkten Duelle im Rennen, Aitkaci verhinderte auf der Brustlage einen größeren Rückstand. Groussets Tempoverschärfung brachte die Wende, Wattel vollendete das Rennen mit ihrer Erfahrung auf der Freistilstrecke. Moluh und Aitkaci waren bereits im Vorlauf eingesetzt worden; dort hatten Analia Albar und Albane Cachot die beiden anderen Abschnitte übernommen. Auch sie gehören damit zum französischen Erfolg.
Der Titel fiel am zweiten Wettkampftag im Centre Aquatique Olympique, der Schwimmstätte der Olympischen Spiele 2024. Die Siegerzeit lag 2,06 Sekunden unter dem bisherigen französischen Rekord. Einen Tag zuvor hatte die französische Männerstaffel über 4×200 Meter Freistil Silber gewonnen. Mit dem Mixed-Triumph folgte nun der erste Europameistertitel des Gastgeberteams bei diesen Meisterschaften.
Quellen
- European Aquatics Championships Paris 2026 – Schedule and Results
- L'Équipe – Ergebnisse der Mixed-Staffel über 4×100 Meter Lagen
- L'Équipe – Rennbericht zur französischen Goldstaffel
- franceinfo – Bericht über Frankreichs erste Goldmedaille
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).