Paris – 12.08.2026: Frankreich will den Umstieg auf Elektromobilität auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt fördern. Nach dem Ende einer öffentlichen Konsultation am 5. August soll zum 1. September 2026 eine neue Maßnahme im System der Energiesparzertifikate in Kraft treten. Unterstützt werden sollen der Kauf und die Langzeitmiete gebrauchter elektrischer Personenwagen. Voraussetzung bleibt die Veröffentlichung der endgültigen Verordnung.
Der Entwurf führt dafür die standardisierte Maßnahme TRA-EQ-133 ein. Sie erfasst Elektroautos, deren Erstzulassung zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2023 liegt. Für jedes Fahrzeug soll die Förderung nur einmal beantragt werden können. Die zeitliche Eingrenzung und die Begrenzung auf einen Förderfall sollen verhindern, dass für denselben Wagen mehrfach Energiesparzertifikate angerechnet werden.
Eine weitere Voraussetzung betrifft die Traktionsbatterie, deren dokumentierter Gesundheitszustand mehr als 80 Prozent betragen muss. Auf diese Weise sollen nur Fahrzeuge mit einem noch ausreichend leistungsfähigen Energiespeicher gefördert werden. Der Zustand der Batterie ist gerade bei gebrauchten Elektroautos ein wichtiger Faktor für Reichweite, Nutzungsdauer und Wiederverkaufswert. Der Nachweis soll nach der im Verordnungstext festgelegten Methode erfolgen und den Förderunterlagen beigefügt werden.
Kauf und Langzeitmiete sollen grundsätzlich bezuschusst werden. Eine erhöhte, zunächst bis zum 31. Dezember 2026 befristete Unterstützung ist für Beschäftigte in der häuslichen Pflege und Betreuung vorgesehen, die beruflich auf ein Auto angewiesen sind. Das Projekt knüpft damit an die im Frühjahr angekündigten Hilfen für Berufsgruppen mit hoher Fahrleistung an.
Für diese Sonderförderung gelten zusätzliche Bedingungen: Der Kaufpreis des Fahrzeugs darf einschließlich Steuern höchstens 25.000 Euro betragen, das Gewicht muss unter 1.800 Kilogramm liegen. Abhängig vom Einkommen sind höhere Anrechnungsfaktoren vorgesehen. Nach Angaben des Umweltministeriums könnte die Prämie etwa 2.000 Euro je Fahrzeug erreichen. Für Langzeitmieten werden monatliche Raten zwischen 50 und 100 Euro als Ziel genannt.
Finanziert werden soll das Modell über die französischen Energiesparzertifikate, kurz CEE. Energieversorger müssen in diesem System Einsparverpflichtungen erfüllen und können dafür anerkannte Maßnahmen finanzieren. Die konkrete Höhe der Unterstützung wird daher nicht allein von der Standardmaßnahme bestimmt, sondern auch von den Angeboten der beteiligten Anbieter.
Das Vorhaben ergänzt die soziale Elektroauto-Miete, die einkommensschwächeren Haushalten Neuwagen zugänglich macht und Gebrauchtfahrzeuge ausschließt. Ob die neue Förderung tatsächlich am 1. September beginnt, hängt nun von der endgültigen Veröffentlichung der Verordnung ab.
Quellen
- Ministerium für ökologischen Wandel: Öffentliche Konsultation zur Standardmaßnahme TRA-EQ-133
- Ministerium für Wirtschaft und Finanzen: Soziale Langzeitmiete für Elektroautos
- Ministerium für ökologischen Wandel: Plan zur Elektrifizierung der Nutzungen
- Franceinfo: Förderung für gebrauchte Elektrofahrzeuge
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).