Wirtschaft

Frankreich verlängert Kraftstoffhilfen bis Ende 2026

Fischer, förderberechtigte Bauunternehmen und Landwirte sollen bis zum 31. Dezember entlastet werden. Für die Fischerei steigt die Hilfe auf 35 Cent je Liter.

Paris – 17.09.2026: Frankreich verlängert die gezielten Hilfen für besonders stark von den hohen Kraftstoffpreisen betroffene Branchen bis zum 31. Dezember 2026. Premierminister Sébastien Lecornu wies die zuständigen Minister an, die bestehenden Programme für Berufsfischer, förderberechtigte Unternehmen des Bau- und Tiefbaus sowie Landwirte fortzuführen. Seine Regierung begründet den Schritt mit den wirtschaftlichen Folgen der angespannten Lage im Nahen Osten und auf den Energiemärkten.

Für die Fischerei ist eine höhere Unterstützung vorgesehen. Die Entlastung an der Zapfsäule soll von 25 auf 35 Cent je Liter steigen. Nach Angaben aus dem Amt des Premierministers entspricht dies dem Höchstbetrag, den die Europäische Kommission für diese Hilfe zulässt. Die Förderung soll Fischereibetrieben ermöglichen, ihre Fahrten trotz hoher Betriebskosten fortzusetzen. Einige Fischer kritisierten die Ankündigung dennoch als unzureichend.

Förderberechtigte Unternehmen des Bau- und Tiefbaus sollen für Dieselkraftstoff, der nicht im Straßenverkehr verwendet wird, weiterhin 20 Cent je Liter erhalten. Die Regelung gilt nicht pauschal für die gesamte Branche, sondern nur für Betriebe, die die festgelegten Voraussetzungen erfüllen. Auf vielen Baustellen treibt der Kraftstoff für Bagger, Kräne und andere schwere Maschinen die Kosten erheblich in die Höhe.

Auch für Landwirte wird die staatliche Hilfe von 15 Cent je Liter bis zum Jahresende fortgeführt. Sie ergänzt bereits angekündigte Unterstützungsmaßnahmen für eine Branche, die nach einem Sommer mit Trockenheit und Hitze zusätzlich belastet ist. Die Verlängerung soll einen Teil der Ausgaben für Feldarbeit, Transporte und andere kraftstoffabhängige Tätigkeiten auffangen.

Bislang waren die sektoralen Hilfen lediglich für September und Oktober 2026 verlängert worden. Die neue Zusage schafft nun Planungssicherheit bis zum Jahresende. Einzelheiten der Umsetzung müssen die zuständigen Ministerien noch festlegen; für die Empfänger gelten weiterhin die Bedingungen und Antragsverfahren der jeweiligen Programme.

Hintergrund sind die erheblich gestiegenen Preise an den Tankstellen. Am 15. September kostete ein Liter Benzin nach den vorliegenden Angaben im landesweiten Durchschnitt 2,15 Euro, Diesel 2,35 Euro. Besonders hart trifft der Anstieg Wirtschaftszweige, die unmittelbar auf Schiffe, Fahrzeuge oder schwere Maschinen angewiesen sind.

Die Ankündigung folgt zudem auf Proteste in Südfrankreich. Fischer hatten ein Öllager in Frontignan nahe Sète blockiert. Sicherheitskräfte räumten die Blockade am 16. September. Eine allgemeine Entlastung für sämtliche Verbraucher ist mit der Verlängerung der Branchenhilfen nicht verbunden.

Quellen

  • AFP
  • Französische Regierung
  • RTL

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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