Paris – 16.09.2026: Die französische Regierung verlängert ihre gezielten Hilfen gegen hohe Kraftstoffpreise bis zum 31. Dezember 2026. Premierminister Sébastien Lecornu wies die zuständigen Minister am Mittwoch an, die laufenden Programme für besonders belastete Branchen fortzuführen. Zugleich soll die Unterstützung für die Fischerei steigen. Die Regierung reagiert damit auf den anhaltenden Preisdruck an den Tankstellen und den Unmut bei Verbrauchern und Unternehmen.
Die Entlastungen richten sich vor allem an Berufsgruppen, deren Tätigkeit einen hohen Kraftstoffverbrauch erfordert. Dazu zählen die Landwirtschaft, die Bauwirtschaft sowie der Güter- und Personenverkehr. Beschäftigte mit geringem Einkommen und langen Arbeitswegen können weiterhin eine besondere Kraftstoffentschädigung erhalten. Nach bisherigen Regierungsangaben beläuft sie sich auf 100 Euro und soll einen Teil der über sechs Monate anfallenden Mehrkosten ausgleichen.
Für Fischereiunternehmen kündigte Lecornu eine höhere Beihilfe an. Sie soll von bislang 25 auf 35 Cent je Liter Diesel steigen. Treibstoff gehört zu den wichtigsten laufenden Ausgaben der Flotten; steigende Preise können daher die Rentabilität einzelner Fahrten erheblich beeinträchtigen. Bereits im Mai hatte die Regierung per Dekret eine Liquiditätshilfe für Fischereiunternehmen geschaffen, die unter der Verteuerung von Energie leiden.
Nach Angaben von Franceinfo lag der landesweite Durchschnittspreis für Diesel Ende März bei 2,188 Euro je Liter. Die jüngsten Preissteigerungen werden demnach vor allem mit dem Konflikt im Nahen Osten und dessen Folgen für die internationalen Energiemärkte in Verbindung gebracht. Diesel bleibt in Frankreich der meistgenutzte Kraftstoff. Höhere Preise treffen private Autofahrer unmittelbar und belasten Betriebe, deren Fahrzeuge, Maschinen oder Schiffe täglich im Einsatz sind.
Die Programme sind als gezielte Unterstützung konzipiert, nicht als allgemeiner Preisnachlass an den Zapfsäulen. Die Regierung hatte sie im Frühjahr eingeführt, nachdem sich Kraftstoffe infolge der Lage im Nahen Osten deutlich verteuert hatten. Anfang September waren mehrere Hilfen bereits über ihre ursprünglich vorgesehenen Fristen hinaus verlängert worden. Die neue Anweisung Lecornus schafft nun Planungssicherheit bis zum Jahresende.
Für Fischer verringert die zusätzliche Förderung von zehn Cent je Liter unmittelbar die variablen Betriebskosten. Ob auch andere Berufsgruppen höhere Fördersätze erhalten, teilte die Regierung am Mittwoch nicht mit. Angaben zu den Gesamtkosten der Verlängerung liegen ebenfalls noch nicht vor. Für die Umsetzung sind die jeweils zuständigen Ministerien verantwortlich; maßgeblich bleiben die Bedingungen der bestehenden Programme.
Die Marktpreise selbst kann die Regierung mit den Beihilfen nicht festlegen. Sie hängen weiterhin von Rohölnotierungen, Raffineriekosten, Transportwegen, Wechselkursen und der Versorgungslage ab. Fest steht bislang, dass die gezielten Programme und die auf 35 Cent je Liter erhöhte Unterstützung für die Fischerei bis zum 31. Dezember 2026 gelten sollen.
Quellen
- Franceinfo
- Le Parisien
- Französische Regierung
- Légifrance
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).