Gesundheit

Frankreich warnt vor nicht konformen Kondomen

Französische Behörden warnen vor Kondomen, die online und im stationären Handel verkauft wurden. Zehntausende Exemplare ohne ausreichenden Konformitätsnachweis sowie Rückrufe wegen konkreter Materialfehler sind betroffen.

Paris – 22.08.2026: Französische Gesundheits- und Verbraucherschutzbehörden warnen vor Kondomen, die ohne ausreichenden Konformitätsnachweis verkauft wurden oder bei Kontrollen konkrete Materialfehler aufwiesen. Die Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) und die Generaldirektion für Gesundheit (DGS) veröffentlichten die Warnung am Freitag, dem 21. August. Betroffenen empfehlen sie je nach persönlicher Situation Tests auf sexuell übertragbare Infektionen und eine mögliche Schwangerschaft.

Auf großen Online-Marktplätzen entdeckten die Kontrolleure rund 30 Modelle externer Kondome, die den europäischen Vorgaben nicht entsprachen. Etwa 1.000 Packungen mit insgesamt mehr als 40.000 Kondomen sollen bereits verkauft worden sein. Die Angebote stammten überwiegend von Händlern aus Asien. Die DGCCRF forderte die Plattformen auf, sie unverzüglich zu entfernen und die Käufer über die fehlende Konformität zu unterrichten.

Nach Angaben der Behörden fehlten bei den beanstandeten Onlineprodukten das vorgeschriebene CE-Kennzeichen und die vorherige Bewertung durch eine dafür benannte Stelle. Zahlreiche Verpackungen waren zudem nicht auf Französisch beschriftet. Kondome gelten in der Europäischen Union als Medizinprodukte. Das CE-Zeichen bescheinigt, dass der Hersteller die maßgeblichen Anforderungen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit geprüft hat; eine Garantie gegen jeden einzelnen Produktionsfehler ist es jedoch nicht.

Das belegen zwei weitere Produktreferenzen aus Apotheken oder anderen stationären Geschäften. Obwohl sie ein CE-Kennzeichen trugen, bestanden sie die Laborprüfungen nicht. Bei einem Produkt stellten die Kontrolleure ein erhöhtes Reißrisiko fest, beim anderen Perforationen. Die Ende Mai und Anfang August eingeleiteten Rückrufe umfassen nach Behördenangaben rund 260.000 Kondome.

In der staatlichen Datenbank RappelConso findet sich unter anderem ein am 3. August veröffentlichter Rückruf ultradünner Latexkondome der Marke My Lubie. Als mögliche Folgen nennt der Eintrag die Übertragung sexuell übertragbarer Infektionen und eine ungewollte Schwangerschaft. Zurückgerufene Artikel sollen nicht mehr benutzt werden; maßgeblich sind die Hinweise zum jeweiligen Produkt und zur Rückgabe.

Wer ein betroffenes Kondom verwendet hat, sollte sich nach Empfehlung der DGS und von Santé publique France in einem medizinischen Labor auf sexuell übertragbare Infektionen testen lassen. Bleibt die Menstruation aus, wird zu einem Schwangerschaftstest geraten. Beim Onlinekauf sollten Verbraucher auf einen eindeutig identifizierbaren Verkäufer, französischsprachige Produktangaben und das CE-Kennzeichen achten. Nicht verwendet werden sollten außerdem Kondome mit beschädigter Verpackung, überschrittenem Haltbarkeitsdatum oder unklarer Kennzeichnung. Die einzelnen betroffenen Referenzen und Rückgabehinweise sind in der staatlichen Rückrufdatenbank veröffentlicht.

Quellen

  • Franceinfo – Meldung vom 21.08.2026
  • Ordre national des pharmaciens – Mitteilung zu DGCCRF und DGS vom 21.08.2026
  • RappelConso – staatliche Rückrufdatenbank
  • DGCCRF – Informationen zu Sicherheit und Kennzeichnung von Kondomen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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