Politik & Gesellschaft

Tod eines 17-Jährigen in Antibes: Mutter psychiatrisch untergebracht

Nach dem gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen in Antibes ist seine 43 Jahre alte Mutter in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Die Staatsanwaltschaft Grasse ermittelt wegen Mordverdachts und versuchten Mordes.

Antibes – 21.08.2026: Nach dem gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen in Antibes ist die Mutter des Jugendlichen in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Grasse am Freitag mit. Der Jugendliche war in der Nacht zum Mittwoch leblos in seinem Bett gefunden worden. Er wies eine schwere Verletzung am Hals auf; die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Die 43 Jahre alte Mutter wurde nach einer psychiatrischen Untersuchung in eine Klinik eingewiesen. Eine solche Unterbringung dient zunächst der medizinischen Versorgung und ist keine gerichtliche Feststellung von Schuld. Ob und wann die Frau unter strafrechtlichen Bedingungen vernommen werden kann, hängt von ihrem Gesundheitszustand und der Einschätzung der zuständigen Ärzte ab.

Den Notruf hatte nach den bislang bekannten Angaben der Vater des Jugendlichen abgesetzt. Er erklärte gegenüber den Ermittlern, seine Ehefrau sei für den Tod des gemeinsamen Sohnes verantwortlich. Außerdem soll sie zuvor versucht haben, ihn mit einem Messer anzugreifen. Der Mann blieb demnach unverletzt und konnte ihr das Messer abnehmen. Seine Schilderung ist Teil der laufenden Ermittlungen und muss anhand weiterer Spuren und Aussagen geprüft werden.

Als die Polizei eintraf, hatte die Frau die Wohnung bereits verlassen. Einsatzkräfte fanden sie später im Bereich eines Strandes im Wasser, retteten sie und brachten sie zunächst in das Krankenhaus von Antibes. Anschließend wurde ihr psychischer Zustand untersucht. Der Vater kam zeitweise in Polizeigewahrsam, wurde jedoch nach Angaben zum Ermittlungsstand wieder entlassen. Eine Opferhilfeorganisation betreut ihn.

Die Staatsanwaltschaft Grasse leitete Ermittlungen wegen Mordverdachts und versuchten Mordes ein. Beauftragt wurde der örtliche Dienst der Kriminalpolizei in Antibes. Die Ermittler sollen den genauen Ablauf der Nacht rekonstruieren, die Aussagen der Beteiligten abgleichen und mögliche Hintergründe klären. Zu einem Motiv oder einer gesicherten Abfolge des Geschehens machte die Justiz bislang keine näheren Angaben.

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft war die Frau den Polizei- und Justizbehörden zuvor nicht bekannt. Berichte über eine mutmaßlich in der Wohnung entdeckte Nachricht werden im Rahmen des Verfahrens geprüft; belastbare Rückschlüsse auf den Hintergrund der Tat lassen sich daraus bisher nicht ziehen. Auch die psychiatrische Unterbringung sagt für sich genommen nichts über eine mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeit aus. Diese Frage kann erst auf Grundlage medizinischer Gutachten und der weiteren Ermittlungen beurteilt werden.

Die Behörden veröffentlichten keine Namen der Familie. Gesichert ist bislang, dass ein minderjähriger Jugendlicher getötet wurde, sein Vater unverletzt blieb und die verdächtige Mutter psychiatrisch behandelt wird. Die Kriminalpolizei führt die Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Grasse fort.

Quellen

  • Franceinfo
  • Europe 1 unter Berufung auf AFP und die Staatsanwaltschaft Grasse
  • Nice-Mag

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).