Paris – 07.09.2026: Knapp drei Wochen vor dem Besuch von Papst Leo XIV. verstärkt die katholische Kirche in Frankreich ihre Finanzierungskampagne. Sie bittet um private Spenden und verkauft offizielle Artikel, darunter Rosenkränze, Armbänder, Kappen, T-Shirts und Schlüsselanhänger. Die Einnahmen sollen unmittelbar in die apostolische Reise fließen, die den Papst vom 25. bis 28. September nach Paris, Lourdes und Metz führt.
Die französische Bischofskonferenz und die beteiligten Diözesen organisieren die Vorbereitungen. Auf einer eigens eingerichteten Plattform wirbt die Kirche um Beiträge für den Empfang des Papstes und die geplanten Begegnungen mit Gläubigen. Der Verkauf der Artikel ergänzt den Spendenaufruf und folgt einer bei großen Veranstaltungen verbreiteten Form der Eigenfinanzierung.
Das Programm bringt erheblichen organisatorischen Aufwand mit sich. Am Freitag, 25. September, soll Leo XIV. in Paris Staatspräsident Emmanuel Macron treffen, vor Vertretern des Staates, der Zivilgesellschaft und des diplomatischen Korps sprechen sowie die Unesco besuchen. Vorgesehen sind außerdem eine Vesper in Notre-Dame und eine Gebetswache mit jungen Menschen im Stade de France in Saint-Denis.
Am Samstag, 26. September, soll der Papst eine große Messe auf der Place de la Concorde und entlang der Champs-Élysées feiern. Danach reist er nach Lourdes weiter; am Montag, 28. September, folgt Metz. Der Vatikan kündigte zudem eine Begegnung mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs in der Kirche an. Ort und Uhrzeit dieses Gesprächs sind bislang nicht veröffentlicht.
Zu finanzieren sind unter anderem Bühnen, Ton- und Videotechnik, Zugangssysteme, Transporte, Unterkünfte sowie die Koordination freiwilliger Helfer. Die Sicherheitsvorkehrungen werden mit staatlichen Behörden abgestimmt, während die Kirche wesentliche Ausgaben ihrer eigenen Veranstaltungen trägt. Medienberichte bezifferten die Gesamtkosten im Sommer auf rund 15 Millionen Euro. Eine abschließende offizielle Kostenaufstellung liegt jedoch nicht vor; die Summe bleibt daher eine Schätzung.
Für die katholische Kirche in Frankreich ist die Reise auch wegen ihres Umfangs außergewöhnlich. Seit Benedikt XVI. im Jahr 2008 hat kein Papst mehr einen offiziellen, mehrere Stationen umfassenden Besuch im Land unternommen. Franziskus reiste 2014 nach Straßburg, 2023 nach Marseille und 2024 nach Ajaccio, doch galten diese Aufenthalte jeweils einzelnen Orten oder Institutionen. Leo XIV. wird vier Tage in Frankreich verbringen. Die Vielzahl öffentlicher Termine erklärt, weshalb die Veranstalter bereits vor seiner Ankunft landesweit um finanzielle Unterstützung werben.
Quellen
- Franceinfo
- Offizielle Website des Papstbesuchs in Frankreich
- Heiliger Stuhl
- Spendenplattform der katholischen Kirche in Frankreich
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).