Wirtschaft

Frankreichs Kraftstoffhilfen schließen Rentner und Fahrschulen meist aus

Frankreich erweitert seine Hilfen gegen hohe Kraftstoffpreise auf 450 Millionen Euro. Unterstützt werden vor allem Berufspendler und ausgewählte Branchen; Rentner und Fahrschulen profitieren meist nicht direkt.

Paris – 23.09.2026: Frankreichs Regierung weitet ihre Hilfen gegen steigende Kraftstoffkosten aus, begrenzt den Kreis der Begünstigten jedoch deutlich. Das am 22. September vorgestellte Paket umfasst nach Regierungsangaben 450 Millionen Euro. Es richtet sich vor allem an Erwerbstätige mit langen Fahrwegen sowie an Branchen, deren Kosten unmittelbar vom Verbrauch von Diesel und anderen Kraftstoffen abhängen.

Kernstück für Privathaushalte ist eine Pauschale für Berufstätige mit besonders hoher Fahrleistung. Von Oktober bis Dezember 2026 soll sie 100 Euro betragen, nachdem zuvor 50 Euro für drei Monate vorgesehen waren. Anspruch besteht bei einer einfachen Pendelstrecke von mindestens 15 Kilometern oder mindestens 8.000 beruflich veranlassten Kilometern im Jahr. Zusätzlich gelten Einkommensgrenzen.

Rentner bleiben damit grundsätzlich von dieser Leistung ausgeschlossen, selbst wenn sie auf dem Land auf ein Auto angewiesen sind. Die Pauschale ist ausdrücklich an Fahrten zur Arbeit oder andere berufliche Wege gebunden. Eine allgemeine Entlastung für private Ausgaben an der Tankstelle sieht das Paket nicht vor. Der vorgezogene Energiecheck erreicht zwar 5,8 Millionen Haushalte, ist aber kein gezielter Ausgleich für Mobilitätskosten.

Auch Fahrschulen werden in den veröffentlichten Beschlüssen nicht als eigene förderberechtigte Gruppe genannt. Zwar sind ihre Fahrzeuge ständig für die Ausbildung unterwegs. Die Pauschale für Vielfahrer setzt jedoch voraus, dass eine Person ihr privates Fahrzeug beruflich nutzt. Überbrückungskredite für kleine und mittlere Unternehmen können zwar Betriebe aus dem Verkehrsbereich erfassen, unterliegen aber strengen Bedingungen. So müssen Kraftstoffausgaben mindestens fünf Prozent des Umsatzes ausmachen.

Für den gewerblichen Straßentransport gelten eigene Instrumente. Besonders belastete Unternehmen des öffentlichen Güter-, Personen- und Krankentransports können auf gesonderte Hilfen zurückgreifen. Frühere Regelungen sahen abhängig von der Fahrzeugklasse Zuschüsse zwischen 70 und 500 Euro vor, begrenzt auf 60.000 Euro je Unternehmen. Hinzu kommen Möglichkeiten zur Stundung von Abgaben und kurzfristige Kredite über die staatliche Förderbank Bpifrance.

Die bis zum 31. Dezember verlängerten Branchenzuschüsse konzentrieren sich auf Fischerei, Landwirtschaft und Bauwirtschaft. Landwirte erhalten weiterhin 15 Cent je Liter Diesel, der nicht im Straßenverkehr eingesetzt wird; kleine Bauunternehmen bekommen 20 Cent. Für Beschäftigte in der häuslichen Pflege und freiberufliche Pflegekräfte wurden die Bedingungen erleichtert, weil ihre Arbeit regelmäßig zahlreiche Fahrten erfordert.

Die Regierung bindet ihre Unterstützung damit überwiegend an Erwerbsarbeit und betriebliche Kosten. Zusätzliche Einnahmen aus Mehrwert- und Verbrauchsteuern auf Kraftstoffe sollen künftig für Krisenhilfen reserviert werden. Eine entsprechende Änderung ist für das Haushaltsgesetz 2027 angekündigt.

Quellen

  • Franceinfo: Von den Kraftstoffhilfen ausgeschlossene Gruppen
  • Ministerium für ökologischen Wandel: Ausweitung der staatlichen Kraftstoffhilfen
  • Französische Regierungsinformation: Übersicht der Kraftstoffhilfen
  • Französische Steuerverwaltung: Pauschale für berufliche Vielfahrer
  • Ministerium für ökologischen Wandel: Hilfen für Straßentransportunternehmen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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